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Vorm Heim-Debüt gegen Bramsche: Hamelns Neuzugang Marcus Lohse im Dewezet-Interview

„Mit 21 war Bundesliga kein Thema mehr“

Hameln. Die Basketballer des VfL Hameln sind groß geworden. Mit dem 28-jährigen Marcus Lohse hat es einen 2,06-Meter-Center beruflich in die Region verschlagen, der auch schon Zweitliga-Erfahrung hat. Mit dem VfL hat der gebürtige Leipziger in der 2. Regionalliga viel vor, wie der Neuzugang im Dewezet-Interview verrät.

veröffentlicht am 17.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

Marcus Lohse, wie kam es eigentlich dazu, dass Sie beim VfL angeheuert haben?

Nach meinem Studium in Jena musste ich einen Job als Ernährungswissenschaftler suchen, der mich auch reizt. Den habe ich in Bad Pyrmont gefunden. Und da ich auch weiter Basketball auf einem gewissen Niveau spielen wollte, habe ich geschaut, wo es in der Nähe ein Regionalliga-Team gibt. Und das war in Hameln.

Also alles ein großer Zufall. Sind Sie denn damit zufrieden?

Sicher ein schöner Zufall. In Bad Pyrmont bin ich seit August. Da habe ich die meiste Zeit mit Einrichten und Arbeit verbracht. Hameln kenne ich erst seit drei Wochen. Von der Stadt noch nichts, aber es dürfte mehr los sein als im Kurort Pyrmont. Aber die Mannschaft und natürlich auch Manager Heinrich Lassel habe ich schon kennengelernt. Wirklich sehr liebenswürdig, familiär und menschlich alle super.

Und ein Spiel haben Sie auswärts in Westerstede auch schon absolviert. Wie war denn der sportliche Eindruck vom VfL?

Die Gegner kenne ich natürlich alle noch nicht. Zuletzt habe ich in der 2. Regionalliga Ost gespielt. Da gibt es keine Berührungspunkte. Leider haben wir verloren, aber Westerstede soll auch ein Aufstiegskandidat sein. Dafür, dass ich noch ein Fremdkörper im Spiel war, weil ich die Laufwege und Spielzüge noch nicht so kenne, war es schon sehr gut.

Und wie kamen Sie mit dem obligatorischen Besuch des Teams nach dem Spiel beim Burger-Laden zurecht?

Da muss man als Ernährungswissenschaftler mal ein Auge zudrücken. Immerhin haben wir vorher ja auch einiges an Kalorien verbraucht. Aber prinzipiell koche ich liebe selber. Mit Freundin Lea, die noch in Dresden ihr Jura-Studium beenden muss, oder allein. Vielleicht auch mal für die Mannschaft. Aber dass müssen sich die Jungs erst verdienen.

Sonnabend steht das erste Heimspiel an. Wissen Sie, was Sie dort erwartet?

Aus Gotha kenne ich es mit 100 Fans. Die haben auch eine gute Fan-Kultur. Aber 300 bis 400 wie in Hameln ist in der 2. Regionalliga, egal, ob Ost, West oder Nord einmalig. Ich bin schon sehr gespannt.

Und was erwarten Sie von Hameln?

Ich will Spaß beim Spielen haben. Als Flügelspieler im Körper eines Centers kann ich sicher helfen, dass wir diesen auch in den Spielen und mit möglichst vielen Siegen haben. Aber ich weiß auch, dass Basketball kein Fußball ist und ich mein Geld mit einem richtigen Job verdienen muss. Darum habe ich mich als 21-Jähriger auch gegen eine Bundesliga-Karriere und für das Studium entschieden. Die Arbeit steht an erster Stelle, aber Spaß bringt das Spielen in Hameln. Interview: mha



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