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Basketball-Oberliga: Hamelner 79:83-Heimpleite bei Softic-Debüt

Mena wischt – aber Punkte weg

HAMELN. Die Oberliga-Basketballer des VfL Hameln starteten mit einer 79:83-Heimpleite gegen den MTV Schandelah-Gardessen in die Saison.

veröffentlicht am 17.09.2017 um 13:34 Uhr

Fotos: nls

Autor:

Matthias Abromeit
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Beim Saisonstart der Oberliga-Basketballer des VfL Hameln stand eine junge Frau in der Sporthalle am Einsiedlerbach im Blickpunkt: Mena Geese. Ohne sie wäre die Partie buchstäblich ins Wasser gefallen. Ein Leck in der Hallendecke war zwar behoben, aber das Wasser tropfte dennoch aus der Dämmung noch weiter in die Halle. Mit einem riesigen Wischmopp musste Geese alle 30 Sekunden die Wassertropfen wegwischen. Doch auch ihre Bemühungen nützten nichts. Baden gingen die Hamelner Basketballer dennoch.

Mit 79:83 verlor der VfL das erste Heimspiel gegen den MTV Schandelah-Gardessen. Die Heimniederlage war für Dzenan Softic bei seiner Premiere als VfL-Coach „eine bittere Erfahrung“: „Ich hätte gern mit einem Sieg angefangen.“ Aber der Nachfolger von Nicu Lassel musste erkennen, „dass drei Wochen noch nicht gereicht haben, um mein neues System zu übernehmen. Den Kopf müssen wir dennoch nicht hängen lassen“.

Unterm Strich war die Niederlage völlig unnötig. Der VfL startete zwar miserabel und lag mit 21:31 (17.) zurück, aber dann wendete sich das Blatt innerhalb von drei Minuten. Jan Feuersengers Dreier zum 28:26 sorgte kurz vor dem Halbzeitpfiff für die Wende.

Diesen Elan brachten die Hamelner auch aus der Kabine mit. Sie zeigten ihren besten Basketball. Stärken in der Abwehr, im Angriff klappte fast alles. Nur zwei Körbe ließen sie in den ersten fünf Minuten nach dem Wechsel zu, die Brüder Lars und Jan Feuersenger sowie Dominic Rudge legten dagegen den Ball reihenweise in Schandelahs Korb. Beim 60:43 (28.) schien der VfL-Sieg sicher.

„Natürlich war die Partie da noch nicht entschieden gewesen. Meine Spieler haben sich zu sicher gefühlt und Tempo sowie Taktik verlassen“, ärgerte sich Softic. Eine 13:0-Punkte-Serie des Gegners war der erste Warnschuss. Weil Center Thomas Behn in der Abwehr immer wieder Rebounds einsammelte und vorn ebenfalls traf, blieb der VfL noch bis zum 74:67 vier Minuten vor dem Ende einigermaßen klar in Führung.

Der Einbruch kam, als Behn nach dem fünften Foul raus musste. Auf der Bank musste er dann tatenlos mit ansehen, wie zwei Minuten später der VfL den sicher geglaubten Heimsieg aus der Hand gab. „Das war alles ganz schön nervig.“ Doch die fleißige Mena Geese meinte damit nicht das Spiel, sondern ihren nimmermüden Wischeinsatz.

Information

VfL Hameln

Dominic Rudge (22/3 Dreier), Lars Feuersenger (17), Jan Feuersenger (9/3), Moritz Loth (8/1), Boris Bonnhagen (8/2), Thomas Behn (7), Nils Kollmeyer (4), Kristopher Sochor (2), Nick Handschuhmacher (2), Zans Grobinsch, Jonas Wagner, Nils Schneider

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