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VfL-Trainer Nicu Lassel im Interview

„Höre erst auf, wenn es nicht mehr kribbelt“

Hameln. Für die Basketball-Herren des VfL Hameln beginnt am Samstag um 19 Uhr die Saison in der 2. Regionalliga. Aufsteiger SC Langenhagen ist in der Halle am Einsiedlerbach zu Gast. Die Sportredaktion der Dewezet sprach mit Trainer-Urgestein Nicu Lassel über die sportliche Situation.

veröffentlicht am 24.09.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:24 Uhr

Nicu Lassel, sie sind eine gefühlte Ewigkeit Trainer beim VfL, quasi der Otto Rehhagel des Basketballs. Wie lange war es wirklich und wie lange bleiben sie noch auf der Kommandobrücke?

Ich habe meine erste Trainerlizenz vor 25 Jahren gemacht. Da war ich 16. Fünf Jahre später hatte ich die Bundesliga-Lizenz und die Herren habe ich 1996 übernommen, also sind es nun 19 Jahre. Aufhören werde ich erst, wenn ich am Morgen vor einem Spiel aufwache und es nicht mehr kribbelt. Mit Otto Rehhagel habe ich übrigens nichts am Hut. Ich bin Bayern-Fan und seit zehn Jahren auch Mitglied beim FCB.

Aber ihr Herz schlägt doch sicher auch für den VfL?

Fußball ist Entspannung. Wenn ich dagegen ein Basketball-Spiel schaue, bräuchte ich immer einen Vor- und Rückspulknopf, um alles genau zu analysieren. Meine Brötchen muss ich als Lehrer verdienen, aber Basketball hier in Hameln ist schon ein großer Teil meines Lebens.

Und der VfL ist doch auch wie eine große Familie?

Dass wir kaum Veränderungen im Kader haben, sagt doch alles. Wir kaufen keine Leute, bei uns spielen alle, weil sie Spaß daran haben. Die 2. Regionalliga ist genau unser Niveau und da macht es offensichtlich allen Spaß. Seit 2006 sind wir in unserer Liga dabei und damit der letzte Klub, der seitdem nie abgestiegen ist. Manche Teams sind mit viel Geld auf-, aber schnell auch wieder abgestiegen. Andere waren auch in der Oberliga und sind zurück gekommen. Wir waren dagegen konstant dabei.

Diese Konstanz gilt doch auch für den Kader?

Ja, Stefan Krause ist der einzige, der uns verlassen hat. Er ist schon vergangene Saison stets von seinem Studienort Wolfenbüttel angereist. Wenn man weiß, wie lange eine Bahnfahrt von Wolfenbüttel nach Hameln dauert, kann man absolut nachvollziehen, warum er jetzt für unseren Konkurrenten Wolfenbüttel spielt. Boris Bonhagen hat uns nicht verlassen. Er steht nur in der Endphase seines Examens und hat gebeten, dass er vorerst nicht spielen muss.

Können sie diese Lücken ausgleichen?

Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir wirklich viele Spieler haben. Manche wie Thomas Behn haben einen großen Sprung gemacht, andere wie die U18-Spieler Nils Schneider und Leo Geese sind die Nächsten, die reinwachsen werden. Bei uns kann fast jeder die spielentscheidende Rolle übernehmen. Wir brauchen auch nicht immer den kompletten Kader dazu.

Zu Beginn kommt mit dem SC Langenhagen der sehr hoch gehandelte Aufsteiger. Wie gehen sie dieses Spiel an?

Wie jedes andere. Die haben viele neue Leute geholt und mit dem zweitligaerfahrenen Maurice Williams auch den für mich besten Spieler der Liga in ihren Reihen. Aber wir kennen sind das wohl am besten eingespielte Team. Das ist auch am Sonnabend gegen Langenhagen unser Plus - und unsere Fans.

Interview: Matthias Henning



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