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Routinier Jakob Faas über den Basketball in Hameln

„Habe noch genug Lust, mich zu quälen“

Hameln. Am Sonnabend (19 Uhr) beginnt die Basketball-Saison in der 2. Regionalliga auch wieder in Hameln. Zum ersten Heimspiel erwartet der VfL die Reserve der Baskets-Akademie Oldenburg. Fans und Spieler fiebern dem Einsatz gleichermaßen entgegen. Und auch bei einem wie Jakob Faas, mit 36 Jahren Senior im Team, brennt noch immer das Feuer für den Basketball in Hameln. Die Sportredaktion der Dewezet sprach mit dem Hamelner Urgestein.

veröffentlicht am 04.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Seit 27 Jahren haben Sie einen Spielerpass für den VfL und sind dienstältester Spieler. Warum tun Sie sich das noch immer an?

Weil einfach die Lust noch da ist. Das ist ein schöner Ausgleich zur Arbeit und wir spielen, weil es unser Hobby ist. Seit 15 Jahren mache ich sportlich nichts anderes außer Basketball und kann mir auch nichts anderes vorstellen. Aber nur in Hameln.

Es gab aber eine Zeit, da hatten Sie das anders gesehen. Wie kam das?

Das war mit 21 Jahren. Ich hatte das Gefühl, ich müsste mal raus und habe dann gar keinen Sport gemacht. Aber irgendwann nach vier Jahren kribbelte es wieder. Ich kann mich noch an die erste Trainingseinheit erinnern. Meine Lunge hatte gebrannt und unter der Dusche bekam ich die Arme nicht mehr hoch.

Seitdem sind Sie dem VfL Hameln treu geblieben. Ist das auch ein Verdienst von Abteilungsleiter Heinrich Lassel?

Na sicher. Ohne Heinrich und Nicu (Anm. Sohn und Trainer Nicu Lassel) ist Basketball in Hameln überhaupt nicht vorstellbar. So einen Zusammenhalt wie in unserem Team gibt es wahrscheinlich nirgendwo anders. Nicht nur im Training und bei den Spielen. Viele von uns haben ja mittlerweile Familie. Aber auch unsere Frauen und Kinder gehören dazu und sind oft in der Halle dabei, oder auch wenn wir außerhalb des Sports etwas unternehmen.

Aber der Großteil des Team-Lebens spielt sich doch in der Halle ab?

Ja. Die Halle am Einsiedlerbach ist unsere Halle. Da haben die meisten von uns das Basketballspielen gelernt. Da kennen wir jeden Zentimeter und die Körbe und Bretter ganz genau. Da haben wir unsere wirklich tollen Fans und viele Sachen erlebt. Woanders wollen wir gar nicht hin.

Und wie viel Zeit werden sie noch in diesem zweiten Wohnzimmer verbringen?

Früher war das keine Frage. Doch jetzt melden sich doch Knie oder Rücken. Zwischen den Spielzeiten sitzen wir nun zusammen und schauen von Jahr zu Jahr, wer noch weitermachen will und kann. Diesmal wollten fast alle. Ich kann für mich sagen, dass ich noch genug Lust habe, mich ein bis zwei Jahre in der ersten Mannschaft durchzuquälen. Und Basketball spiele ich, solange mein Körper mitmacht.

Interview: Matthias Henning



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