weather-image
21°
×

Hamelns Basketballer gewinnen in der Verlängerung 81:65 gegen Neustadt

Emotionen kochen über

Hameln. „Die Stimmung hier ist einmalig. Diese Zuschauer hätte ich auch gern – und sie waren auch ein Grund, warum wir hier verloren haben.“ Dieses Lob kam von Jan Gebauer, Teammanager des TSV Neustadt, den der VfL Hameln in der Partie der 2. Basketball-Regionalliga nur wenig zuvor in der Verlängerung mit 81:65 bezwungen hatte.

veröffentlicht am 02.03.2014 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

Doch auch der Wille der Hamelner, im Abstiegskampf noch die nötigen Siege zu erringen, war ein Grund. Auch als der VfL nach einem Viertel mit 16:21 zurücklag, kämpften alle um jeden Ball, um jede zweite Chance nach verpatzten Würfen oder um jeden Punkt. Doch erst nach dem Seitenwechsel brachte der an diesem Tag überragende Markus Lohne den VfL zum ersten Mal per Dreier mit 35:34 in Front und legte einen weiteren Korb zum 37:34 nach. Doch die Neustädter wehrten sich und drehten die Partie beim 48:45 wieder zu ihren Gunsten. Auch als im vierten Viertel die Neustädter zwei Minuten lang gar nicht trafen, war das Hamelner Gefühl des Sieges bei 58:52-Führung trügerisch. Denn zwei Dreier von Neustadts Spielertrainer Boris Vorkapic brachten den 60:60-Ausgleich. Und weil die Hamelner im Gegenzug wieder den Ball verloren, hatte Neustadt sieben Sekunden vor Schluss sogar den Sieg vor Augen. „Ich bin massiv gealtert – auch weil die Neustädter in der letzten Sekunde noch einen freien Wurf hatten“, sagte Manager Heinrich Lassel. Doch unter dem Jubel der 400 Fans ging jener daneben und die Partie in die Verlängerung.

Und dort wurde es explosiv. Bei den Neustädtern kochten die Emotionen über. Der VfL nutzte dies aus und traf. Boris Bonhagen einen Dreier, Lohne zahlreiche Freiwürfe und plötzlich stand es 73:62. Da brannte einem der Gegner die Sicherung ganz durch. Nikolaos Malafekas beschwerte sich zu stark über Schiedsrichterentscheidungen und bekam gleich zwei technische Fouls angekreidet und musste aus der Halle. Von den resultierenden sechs Freiwürfen verwandelte Lohne fünf. Die Partie war entschieden, die Fans brachen in Jubelgesänge aus und Spieler samt Trainer und Betreuer rockten den Siegertanz. Nur ein Wermutstropfen blieb: Weil auch Abstiegskonkurrent Lesum gewann, bleiben die Hamelner auf einem Abstiegsplatz, sind aber mit Lesum und nun auch Delmenhorst punktgleich. Einen aus diesem Trio erwischt es, aber beide müssen noch nach Hameln kommen.

VfL Hameln: Lohne (35), Bonhagen (18), Thomas (15), Rudge (6), Loth (3), Wunderlich (2), Feuersenger (2),Faas, Albers, Kollmeyer mha



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige