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Ein Hauch von NBA in Bad Münder

Basketball (jab). Für Basketball – speziell hochklassigen – ist die ALS-Halle in Bad Münder nicht ausgestattet. Die Körbe etwa sind nicht klappbar, die Bretter noch aus Holz, statt aus Plexiglas. „24-Sekunden-Uhren“, die den Spielern ihre verbleibende Angriffszeit anzeigen, gibt es nicht. Dennoch war jetzt die Bundesliga zu Gast in Bad Münder: Zweitligist UBC Tigers Hannover bestritt anlässlich des 150-jährigen Bestehens der TuSpo ein Testspiel gegen Regionalligist VfL Hameln.

veröffentlicht am 18.09.2012 um 00:05 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:45 Uhr

Basketball (jab). Für Basketball – speziell hochklassigen – ist die ALS-Halle in Bad Münder nicht ausgestattet. Die Körbe etwa sind nicht klappbar, die Bretter noch aus Holz, statt aus Plexiglas. „24-Sekunden-Uhren“, die den Spielern ihre verbleibende Angriffszeit anzeigen, gibt es nicht. Dennoch war jetzt die Bundesliga zu Gast in Bad Münder: Zweitligist UBC Tigers Hannover bestritt anlässlich des 150-jährigen Bestehens der TuSpo ein Testspiel gegen Regionalligist VfL Hameln. Knapp 100 Zuschauer kamen und sahen einen deutlichen 104:51-Sieg des Favoriten, der mit einigen US-Profis antrat, etwa dem erst kürzlich verpflichteten Ashanti Cook, der auch schon für Braunschweig in der 1. Liga spielte.

Unter dem Motto „Gegen Gewalt und für die Integration von Ausländern“ stand die Veranstaltung, die TuSpo-Abteilungsleiter Jürgen Molitor gemeinsam mit der Stadtjugendpflege organisierte. „Gerade der Basketball liefert Beispiele genug, was die Integration betrifft“, sagt Molitor – siehe UBC. Auch die Hamelner halfen tatkräftig mit – sie brachten etwa besagte 24-Sekunden-Uhren mit, wie auch die Lautsprecheranlage inklusive Hallensprecher, der in den Unterbrechungen den nicht eingeweihten Zuschauern immer wieder die Feinheiten des Spiels erklärte.

Die noch junge Basketballabteilung der TuSpo präsentierte sich vorab: Die Minis, hervorgegangen aus der Grundschul-AG, bestritten das Vorspiel. „Leider waren es nur acht Kinder“, so Molitor entschuldigend, „ich hätte mir ein richtiges Spiel Fünf gegen Fünf gewünscht.“ Dafür bewiesen die, die da waren Talent, das sie bald auch im Ligaspielbetrieb zeigen wollen.

Im Hauptspiel ließ Hannover den Hamelnern, denen vier Spieler aus der etatmäßigen Startformation fehlten, keine Chance. Besonders Eigengewächs Tobias Welzel (22 Punkte) sowie Cook (14) und vor allem Davey Hopkins (28), ein weiterer Zugang aus den USA, dominierten das Spiel.

Am Rande der Partie teilte Molitor auch mit, dass TuSpo schon in dieser Saison ein Herrenteam zum Spielbetrieb melden will. Wegen des Rückzugs des TSV Neustadt III sei in der Bezirksklasse ein Platz frei geworden. Zu den sieben Münderanern im Team kommen vier Nachwuchsspieler mit Doppellizenz vom BC Springe, die bei dem Bezirksligisten wenig Einsatzzeiten kriegen. „Mit dem Kader können wir das Risiko eingehen“, so Molitor.



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