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Basketball: VfL Hameln unterliegt Barsinghausen 72:101 – Lassel wird 68 und muss auch Rudge verabschieden

Ein Geburtstag zum Weinen

HAMELN. Es hätte so ein schöner Abend in der Halle am Einsiedlerbach werden können. Abteilungsleiter Heinrich Lassel feierte seinen 68. Geburtstag, zum 45-jährigen Bestehen der Abteilung hatte er Fotos und Dewezet-Artikel aus allen Jahren seit der Gründung 1972 ausgehängt. Nur eines stimmte wieder nicht: das Ergebnis.

veröffentlicht am 03.12.2017 um 14:43 Uhr
aktualisiert am 03.12.2017 um 16:10 Uhr

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Autor:

Matthias Abromeit
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Mit 72:101 verlor Schlusslicht VfL Hameln gegen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Barsinghausen. Nur bis zur vierten Minute spielte der VfL auf Augenhöhe gegen das Team vom langjährigen VfL-Kapitän Timo Thomas. Doch nach dem 9:10 leisteten sich die Hamelner einen Black-Out – wieder einmal. 0:14 Punkte brachten innerhalb von nur vier Minuten einen 9:24-Rückstand. „Da war auch Pech dabei. Die Würfe gingen einfach nicht rein“, urteilte Lassel. Trainer Dzenan Softic war jedoch sauer. „Nicht alle spielen das, was sie sollen“, klagte er. Zwar fanden die Hamelner wieder zu ihrem Spiel, doch bis zur Pause fiel der VfL weiter auf 36:62 zurück. „Ich habe auch mit Konditionsproblemen im Team zu kämpfen“, meinte Softic. Die Halbzeitpause zog sich an diesem Tag länger hin. Denn Lassel ließ es sich im letzten Heimspiel des Jahres nicht nehmen, verdiente Akteure nach ihren Rücktritt zu verabschieden. Michael Albers und Moritz Loth bekamen Applaus – auch von der Barsinghäuser Bank. „Das gehört sich einfach so“, meinte auch Thomas. Emotional wurde es bei der dritten Verabschiedung. Dominic Rudge kam direkt von der VfL-Spielerbank. Er verlässt den Verein in Richtung SC Langenhagen. „Mit ihm verlieren wir ein Vorbild, einen Kämpfer, eine Leitfigur“, sagte Lassel, dem dabei fast die Stimme versagte.

Wie wichtig Rudge für sein Team ist, und auch in den verbleibenden zwei Auswärtsspielen dieses Jahres noch sein will, zeigte er in der zweiten Hälfte gegen Barsinghausen. Er war der Antreiber, er steuerte im starken dritten Abschnitt 13 Punkte zur kleinen VfL-Aufholjagd bei. Der 23:18-Gewinn dieses Viertels war ein kleiner Trost. Doch auch wenn der Rückstand auf zehn Punkte schmolz, stand die Niederlage schon so gut wie fest. „Timo hat das als Coach des TSV gut gemacht. Ein Grund, warum wir etwas näher gekommen sind, war auch, dass er da mehr Bankspieler gebracht hat“, blieb Softic Realist. Und zum Ende hatte er wieder seine alten Probleme. Die fehlende Kondition bei manchen Spielern und die nicht immer gute Trainingsbeteiligung machten sich bemerkbar. Bitter: Der TSV schoss im vierten Viertel ausschließlich sieben Dreier und schraubte das Ergebnis in dreistellige Höhe. Für Lassel blieb nur Resignation. „Irgendwann gehen sie alle. Im Moment können wir noch nichts ändern.“ Ein schöner Basketball-Abend zweier technisch guter Teams war es dennoch. Und Lassel bekam ein Sonderlob. „Heinrich Lassel, Heinrich Lassel – du bist der beste Mann“, sangen die wieder zahlreichen Fans.



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