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Basketball: Schwarzer Tag für den VfL: Leck weg, Punkte weg und Lohne schwer verletzt

Ein Albtraum – und kein Ende

HAMELN. Der Albtraum ohne Ende für Hamelns Basketballer geht weiter. Es war zwar erst das letzte Spiel der Hinserie, doch nach der 71:78- Niederlage in der 2. Regionalliga gegen den SC Weende war diese eine Frage fast allgegenwärtig: War das schon der Abstieg nach neun Jahren in dieser Spielklasse?

veröffentlicht am 18.12.2016 um 10:41 Uhr
aktualisiert am 18.12.2016 um 13:00 Uhr

Die Enttäuschung ist Hamelns Basketballern ins Gesicht geschrieben. Fotos: nls

Autor:

Matthias Henning
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Trainer Nicu Lassel war wie alle Spieler, Fans und Betreuer frustriert. „Ja, das war es. Ich weiß nicht, wie wir das noch schaffen sollen“, waren seine ersten Gedanken in der tiefsten Enttäuschung.

Vier Punkte und vorerst mit dem Plus im direkten Vergleich liegen die Weender weg und rangieren auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Das VfL-Debakel hatte aber nicht erst mit dem Anpfiff begonnen. Schon einen Tag vor dem Spiel hatte Sascha Leck Manager Heinrich Lassel informiert, dass er ab sofort nicht mehr für den VfL, sondern für Ligarivalen TSV Neustadt spielen werde. „In der Halle war er nicht. Persönlich hat er das keinem von uns gesagt“, betonte Trainer Nicu Lassel.

Leck, der erst vor einem Jahr in einer ebensolchen Spontanaktion vom SC Langenhagen zum VfL gekommen war, hinterließ das erste Loch. Boris Bonhagen das zweite. „Er war die Woche über krank und wollte es versuchen. Doch kaum in der Halle war klar, dass er doch nicht spielen könnte. Doch es kam alles noch viel schlimmer. Zwar war Marcus Lohse extra für dieses Spiel von seinem neuen Wohnort Berlin gekommen, um beim erhofften Sieg zu helfen, und das reichte zunächst zum 12:5-Start, doch der nächste Tiefschlag kam kurz vor der ersten Viertelpause. Markus Lohne hatte für dieses Spiel sein Comeback geplant, sich in Form gebracht. Doch es wurde sein mutmaßliches Karriereende. Ein Zweikampf am Korb, Lohne landete mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. „Ich habe gleich gesehen, dass das was Böses war. Das sah nach Kreuzbandriss aus“, meinte Trainer Nicu Lassel.

Dass sein Team auch diese schwarzen Minuten wegsteckte und den 12:16-Rückstand bis zur Pause wieder in eine 34:24-Führung ummünzte, war schon eine richtige Energieleistung. Doch dieser über zehn Minuten erarbeitete Vorsprung wurde in nur zwei Minuten wieder verschenkt. 36:34 stand es da. Gegen den Führungswechsel wehrten sich die Hamelner noch etwas. Doch nach neun Minuten im dritten Abschnitt war auch diese Gegenwehr erlöschen. Weende übernahm per Dreier zum 54:52 wieder die Führung. Jan Feuersengers Dreier mit der letzten Sekunde dieses Drittels zum 55:56 aus Hamelner Sicht sorgte zumindest für etwas Hoffnung. Doch die starb dann endgültig im Schlussabschnitt. Nur einen verwandelten Freiwurf von Thomas Behn zum 56:58 gab es. Dann passierte auf Hamelner Seite über fünfeinhalb Minuten lang im Angriff nichts. Nur Fehlpässe, Fehlwürfe oder Fouls. Viel besser traf zwar auch der Gegner nicht, aber immerhin noch viermal. Auf 56:66 war der Rückstand damit angewachsen. Feierabend für alle Träume. Jetzt regierten nur Niedergeschlagenheit Fassungslosigkeit in der Sporthalle am Einsiedlerbach.
VfL Hameln: Marcus Lohse (25/2), Thomas Behn (14), Jan Feuersenger (11/3), Dominic Rudge (8), Michael Albers (6/2), Lars Feuersenger (5/1), Zans Grobinsch (2), Markus Lohne, Nils Kollmeyer, Nils Schneider

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