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Basketball: Hiobsbotschaft vorm Kellerduell gegen Langenhagen: Marcus Lohse verlässt VfL Hameln

„Das ist bitter!“

HAMELN. Der nächste Tiefschlag für die Basketballer des VfL Hameln. Ein heftiger, diesmal einer abseits des Spielfeldes: Marcus Lohse verlässt den Verein. Ihn zieht es zu seiner Freundin, die bereits in Berlin einen Job gefunden hat.

veröffentlicht am 17.11.2016 um 14:58 Uhr

Marcus Lohse sagt tschüss und wird den VfL Hameln im Dezember verlassen. Foto: awa
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Noch im Dezember wird auch Lohse seinen Lebensmittelpunkt in die Bundeshauptstadt verlegen.

Beim Mittwochstraining offenbarte sich Lohse, der Schock im Team saß – und das ausgerechnet vor dem wichtigen Kellerduell der 2. Regionalliga gegen den SC Langenhagen. Sonnabend sind die Männer aus der Flughafenstadt, die neben dem VfL das einzige Team sind, das nach fünf Partien noch immer ohne Punkt dasteht, ab 19 Uhr in der Halle am Einsiedlerbach zu Gast.

„Dass Marcus zum Saisonende diesen Schritt gehen wollte, wusste ich. Aber dass es überraschend schon jetzt kommt, ist bitter“, meint Sascha Leck, neben Lohse Topscorer beim VfL. „Wir haben uns auf dem Feld fast blind verstanden“, sagt Leck, der wie Lohse Zweitliga-Erfahrung in das VfL-Team brachte.

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Wir haben nicht mehr viele Möglichkeiten, das Ruder noch umzureißen.

Sascha Leck, VfL Hameln

Nun bleibt nur die Hoffnung auf eine Trotzreaktion. Denn das Duell gegen Langenhagen ist nicht nur wegen des Heimabschieds von Lohse wichtig. Es ist auch für die sportliche Zukunft und die Psyche wichtig – eminent wichtig sogar. Drei Teams steigen am Ende ab. Da muss der VfL jetzt gewinnen, um zumindest schon einmal den SCL zu überholen. „Wir haben nicht mehr viele Möglichkeiten, das Ruder noch umzureißen“, so Leck. Kampf und bedingungsloser Wille sind dazu gefordert. „Ich will immer gewinnen. Und noch so ein Spiel mit nur 50 Punkten wie zuletzt dürfen wir unseren Fans nicht bieten“, redet Leck Klartext.

Um den VfL aus dem Sumpf zu ziehen, lässt Leck auch seine Freundschaften ruhen. Er kam in der vergangenen Saison vom SC Langenhagen nach Hameln. „Ich habe noch immer gute Freunde in der Langenhagener Mannschaft, mit denen ich auch privat etwas unternehme“, verrät er. „Aber ich will die nächste Woche fröhlich beginnen. Und das geht nur, wenn ich mit dem VfL gewinne. Noch nie in meiner Karriere habe ich sechs Spiele am Stück verloren“, sagt Leck und will, dass das auch so bleibt. Auch Abteilungsleiter Heinrich Lassel weiß um die gigantische Bedeutung der Partie: „Wir haben noch vor wenigen Wochen gegen Neustadt ein grandioses Spiel gezeigt, jetzt spielt die gleiche Mannschaft auf einem ganz anderen Niveau. Ich hoffe, dass die Mannschaft stabil genug ist, auch ohne Psychiater aus diesem Tief herauszukommen.“ mha



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