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ATP-Turnier

Zverev freut sich auf Stuttgart - Aus für Kohlschreiber

Stuttgart (dpa) - Alexander Zverev hofft bei seiner Rückkehr nach Stuttgart auf entscheidende Schritte zur Wimbledon-Form, einem deutschen Tennis-Duo sind die ersten Auftritte gleich missglückt.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 19:43 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 12:50 Uhr

Mischa Zverev verlässt nach seiner Niederlage den Court. Foto: Silas Stein

Autor:

Kristina Puck, dpa

Der routinierte Philipp Kohlschreiber und der formschwache Mischa Zverev scheiterten am Montag bereits in der ersten Runde. Deutschlands große Tennis-Hoffnung Alexander Zverev freut sich dagegen auf seinen vorgezogenen Auftakt in die Rasensaison. Mit Trainer Ivan Lendl an der Seite soll der Weltranglisten-Fünfte für Glanzpunkte sorgen.

Eine zu hohe Belastung fürchtet er trotz seines zwölften Turniers in zwölf Wochen nicht. «Ich fühle mich physisch relativ wohl», sagte der Hamburger. «In den letzten Wochen ist es so gewesen, dass ich meine Leistung immer gesteigert habe. Deswegen habe ich auch entschieden, dass es eine gute Idee ist, dass ich weiter spiele. Mental ist es für mich auch immer erfrischend, in Deutschland zu sein.»

Nach einem Freilos in der ersten Runde wird Zverev bei der mit 754.540 Euro dotierten Veranstaltung am Donnerstag erstmals seit 2015 wieder antreten. Am Dienstag entscheidet sich, ob der Topgesetzte im Achtelfinale auf den niedersächsischen Qualifikanten Dustin Brown oder wie bei den French Open auf den Australier John Millman trifft.

Weil die Veranstalter den ersten Tag wegen des schlechten Wetters vorzeitig beendeten, wird auch Jan-Lennard Struff erst am Dienstag eingreifen. Noch vor dem Regen setzte sich für Alexander Zverevs älteren Bruder Mischa die Serie der Auftakt-Niederlagen mit einem glatten 3:6, 0:6 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga fort. Der Augsburger Kohlschreiber unterlag überraschend dem serbischen Weltranglisten-83. Miomir Kecmanovic 6:4, 5:7, 3:6. «Leider habe ich im zweiten und dritten Satz nicht das Niveau halten können», haderte der zweimalige Stuttgart-Finalist und war unzufrieden: «Ich habe es mir selber anzuheften, dass ich zu unkonstant gespielt habe.»

Ausgesprochen gut gelaunt plauderte Alexander Zverev über sein kaputtes Handy, scherzte über Lendl und erzählte lachend, man wolle doch im Finale von Wimbledon sein bestes Tennis spielen.

Noch vor wenigen Tagen hatte der Norddeutsche nach seinem Viertelfinal-Aus bei den French Open in Paris zunächst angekündigt, die Rasensaison erst in der kommenden Woche im westfälischen Halle zu beginnen. Ein Gespräch mit Turnierdirektor Edwin Weindorfer stimmte ihn kurzfristig um. Aus Sicht der Veranstalter soll der beste deutsche Profi beim MercedesCup die Rolle des Zugpferdes für den diesmal fehlenden Schweizer Topstar Roger Federer übernehmen.

Insbesondere die Trennung von seinem Manager Patricio Apey hatten den jüngeren Zverev-Bruder zuletzt auch abseits des Platzes gefordert. Nun will der Gewinner der ATP-Finals seine Formkrise mit Matches weiter hinter sich lassen. «Jetzt kommt alles wieder runter, und ich kann komplett wieder Tennisspieler sein», sagte Zverev. Anders als in den Sandplatz-Wochen wird Zverev in der Rasen-Saison auch wieder von Lendl mitbetreut. «Der kann mir halt alles erzählen, was man nicht macht, weil er ja nie Wimbledon gewonnen hat», scherzte Zverev.



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