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Nach dem Pokal-Viertelfinale

Schalke-Fokus: Abstiegskampf - Bremen verfolgt große Ziele

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 gleicht wie sein im Umbau befindliches Vereinsgelände Berger Feld einer Großbaustelle. Zur prekären Lage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga und dem Pokal-Aus gegen Werder Bremen gesellen sich weitere Personalprobleme.

veröffentlicht am 04.04.2019 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 05.04.2019 um 07:52 Uhr

Wunschgegner der Bremer nach dem Sieg auf Schalke ist der Hamburger SV. Foto: Bernd Thissen/dpa

Autor:

Ulli Brünger und Holger Schmidt, dpa

Hinzu kommt die mittlerweile etwas verzweifelt anmutende Suche nach einem Trainer zur neuen Saison, einem Sportdirektor und einem Technischen Direktor. Bis zum 4. April konnte der Tabellen-14. noch kein Resultat vermelden. In Roger Schmidt ist nach Bruno Labbadia und Marco Rose, der dem Vernehmen nach in Mönchengladbach anheuern will, der dritte Fußball-Lehrer aus dem Kandidatenkreis ausgeschieden.

Vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 6. April (15.30 Uhr/Sky) mussten Interimscoach Huub Stevens und sein weiter verunsichertes Team auch die kleine Hoffnung begraben, die völlig verkorkste Spielzeit womöglich noch mit einem Pokaltitel versöhnlich zu beenden. «Meine Mannschaft ist richtig geknickt. Sie hat alles versucht, sich aber nicht belohnt», sagte «Jahrhunderttrainer» Stevens nach dem 0:2 (0:0) im Viertelfinale.

Die 2019 noch unbesiegten Bremer waren zu stark, obwohl sie nicht einmal ihren besten Tag hatten. «Wir haben in bestimmten Momenten Fehler gemacht, sowohl offensiv als auch defensiv, die wir nicht machen dürfen. Dann weiß man, dass man Probleme bekommt.»

Zwei starke Aktionen genügten dem effektiv und abgeklärt agierenden Bundesliga-Sechsten, um durch die Tore von Milot Rashica (65.) und Davy Klaassen (72.) souverän ins Halbfinale einzuziehen. Die rund 6000 Werder-Fans wussten schon, wen sie sich nun am 23./24. April als Gegner wünschen. «Über Hamburg fahr'n wir nach Berlin», sangen sie ausgelassen. Der HSV wäre als einziger verbliebener Zweitligist in der Vorschlussrunde nicht nur der vermeintlich leichteste Kontrahent.

Er weckt beim Team von Trainer Florian Kohfeldt auch positive Erinnerungen. Denn bei seinem bis dato letzten Cup-Sieg 2009 setzte sich Werder im Halbfinale beim Nord-Rivalen durch. «Mir ist der Gegner eigentlich egal», sagte Abwehrspieler Marco Friedl schmunzelnd: «Aber ich habe die Fans natürlich gehört.»

Neben den Hamburgern liegen bei der Auslosung am 7. April im Rahmen der ARD-Sportschau (ab 18.00 Uhr) noch Bayern München und RB Leipzig in der Lostrommel, wenn Nationalspielerin Lena Goeßling im Deutschen Fußballmuseum die Paarungen zieht.

Auch Werders Geschäftsführer Frank Baumann sieht «viele Parallelen» zu 2009. «Bis jetzt hatten wir nur Auswärtsspiele und richtig schwere Gegner dabei. Ein Halbfinale in Hamburg würde da passen.» Kapitän Max Kruse fände auch ein «Nordderby im Finale» nicht schlecht: «Wir wollen uns jetzt unseren Traum erfüllen. Ich habe noch keinen Titel gewonnen und war als Spieler noch nie im DFB-Pokalfinale. Wir werden alles daran setzen, dem Verein wieder glorreiche Zeiten zu bescheren.»

Von solchen Zeiten haben sich die Königsblauen nach ihrer sensationellen Saison mit der Vizemeisterschaft und dem Einzug in die Champions League in Rekordzeit entfernt. Die volle Aufmerksamkeit gilt nun nur noch der Vermeidung des größten anzunehmenden Unfalls, dem Absturz in die 2. Liga. Stevens glaubt zu wissen, «woran es liegt», verrät es aber nicht. «Ich bin doch nicht verrückt, es zu sagen. Das bespreche ich mit den Spielern», sagte der 65-Jährige nebulös.

Immerhin mischten nach teils längeren Verletzungspausen Steven Skrzybski, Amine Harit, Weston McKennie und Rabbi Matondo wieder auf den Trainingsplatz mit. Ob einer aus diesem Quartett für das Frankfurt-Spiel infrage kommt, ist noch offen. Nabil Bantaleb und Hamza Mendyl blieben derweil zum U23-Oberligateam abkommandiert. Und Mark Uth, der nach 70 Minuten vom Feld humpelte, droht mit einer Leistenblessur im Saisonfinale auszufallen.



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