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Premier League

Liverpool schlägt Chelsea - Man City siegt

Liverpool/London (dpa) - Die englische Premier League erlebt den spannendesten Zweikampf um die englische Fußball-Meisterschaft seit Jahren.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 20:21 Uhr
aktualisiert am 15.04.2019 um 09:23 Uhr

Tottenhams Victor Wanyama jubelt über sein Tor zum 1:0. Foto: John Walton/PA Wire

Die Konkurrenten FC Liverpool und Manchester City gaben sich im Schlussspurt auch keine Blöße. Liverpool besiegte am 34. Spieltag den FC Chelsea mit 2:0 (0:0) und ist weiterhin Tabellenführer. Das Team von Trainer Jürgen Klopp hat zwei Punkte Vorsprung auf den amtierenden Meister Manchester City, der mit 3:1 (1:0) in London bei Crystal Palace gewann und eine Partie weniger absolviert hat als die Reds.

Im 200. Pflichtspiel von Klopp als Liverpool-Coach sorgten die Offensivstars Sadio Mané (51. Minute) und Mohamed Salah (53.) für die Tore und den ausgelassenen Jubel von Trainer und Fans. Salah gelang ein Traumtor, als er den Ball aus mehr als 20 Metern in die linke obere Ecke donnerte. «Seit drei Spielen ist er eindeutig in Fahrt», schwärmte Klopp von seinem ägyptischen Stürmer.

Nach der Führung hatte die Klopp-Elf großes Glück: Chelseas Eden Hazard tunnelte Liverpool-Torwart Alisson, traf aber nur den linken Pfosten. Kurz darauf verhinderte Alisson mit einer Parade den möglichen Anschlusstreffer durch Hazard.

Manchester City unter Trainer Pep Guardiola, das in dieser Saison die Chance auf vier Titel hat, war in London durch einen Doppelpack von Nationalspieler Raheem Sterling (15./63.) in Führung gegangen. Luka Milivojevic (81.) machte es mit seinem Tor für die Gastgeber aber noch einmal spannend, bevor der eingewechselte Gabriel Jesus (90.) die drei Punkte für Man City endgültig klar machte. «Liverpool hat eine großartige Mannschaft und großes Selbstvertrauen - aber das haben wir auch», sagte Sterling, nach dessen Ansicht die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden wird.

In der kommenden Woche trifft City zuhause gleich zweimal auf den Ligadritten Tottenham Hotspur: am Mittwoch zuhause im Viertelfinale der Champions League (Hinspiel: 0:1), am Samstag in der Liga. Die Spurs, die wohl für den Rest der Saison auf ihren verletzten Stürmer Harry Kane verzichten müssen, besiegten Absteiger Huddersfield Town am Samstag mit 4:0 (2:0). Kane-Vertreter Lucas Moura traf dreimal.

Rekordmeister Manchester United kam gegen West Ham United zu einem glücklichen 2:1 (1:0). «Manchmal bekommt man mehr, als man verdient», räumte Man-United-Coach Ole Gunnar Solskjaer ein, «heute war so ein Abend.» Zwei Strafstöße von Paul Pogba (19./80.) entschieden die Partie, in der Felipe Anderson (49.) für die Hammers traf. Wegen einer diskussionswürdigen Abseitsentscheidung hatte ein frühes Führungstor von Anderson nicht gezählt. Auch die Strafstöße waren umstritten.

Vor dem Spiel in Liverpool wurde der Opfer des Hillsborough-Unglücks vor 30 Jahren gedacht. Die schlimmste Katastrophe der englischen Sportgeschichte, die sich am 15. April 1989 in Sheffield ereignet hatte, kostete 96 Fußballfans das Leben. Die Zuschauer in Anfield erinnerten mit einer großen Choreographie und einer Schweigeminute an die Opfer.



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