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Euphorie ist groß

Kölns Europacup-Comeback gegen Arsenals B-Team

London (dpa) - Auf dem Papier hätte der 1. FC Köln für sein erstes Europacup-Spiel seit 25 Jahren oder genau 9115 Tagen keinen stärkeren Gegner erwischen können.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 09:04 Uhr
aktualisiert am 14.09.2017 um 20:52 Uhr

Trainer Peter Stöger (r) und Sportdirektor Jörg Schmadtke freuen sich auf das Spiel in London. Foto: Stefan Puchner

Schließlich ist der FC Arsenal, bei dem der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga am Donnerstag (21.05 Uhr) antritt, das laut UEFA-Koeffizient stärkste Team im gesamten Teilnehmer-Feld der Europa League. Doch die Chancen stehen vielleicht doch gar nicht so schlecht für den FC.

PERSONAL: Der Bundesligist kann fast aus den Vollen schöpfen. Außer dem kranken Stürmer Artjoms Rudnevs, der ohnehin selten zur Startelf gehört, fehlt niemand. Trainer Peter Stöger hatte einige Härtefälle zu lösen, ließ zum Beispiel den langjährigen Abwehrchef Dominic Maroh oder den gebürtigen Kölner Christian Clemens zu Hause. Arsenal muss derweil zwangsweise auf Laurent Koscielny (gesperrt) sowie Francis Coquelin und Santi Cazorla (verletzt) verzichten. Zudem wird Teammanager Arsene Wenger gleich sechs Spieler schonen: Neben Weltmeister Mesut Özil auch den früheren Gladbacher Granit Xhaka sowie Petr Cech, Aaron Ramsey, Alexandre Lacazette und Danny Welbeck.

STIMMUNG: Bei beiden eigentlich nicht die beste. Arsenal startete nach der mit Platz fünf schwächsten Saison in der 21-jährigen Amtszeit Wengers mit zwei Siegen und zwei Niederlagen durchwachsen, Köln legte mit drei Niederlagen den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte hin. Die Vorfreude auf das Europacup-Comeback überlagert die Katerstimmung derzeit aber, wogegen Arsenal eher auf das Londoner Stadtderby gegen Meister FC Chelsea am Sonntag hinfiebert.

WELTMEISTER: Drei Weltmeister hat der FC Arsenal in seinen Reihen. Während Özil geschont wird, werden Per Mertesacker und Shkodran Mustafi wohl in der Startelf der Gunners stehen. Mertesacker absolviert seine letzte Profi-Saison und würde sich gerne mit dem Titel verabschieden.

OMEN: Da der FC 25 Jahre nicht am Europacup teilnahm, fehlen Vergleichswerte aus der jüngeren Vergangenheit. Doch ein positives Zahlenspiel hat der Verein gefunden: Von 25 Auftaktspielen im Europacup verloren die Kölner nur drei, in den Europa-League-Vorgängerwettbewerben Messepokal und UEFA-Cup gar keines.

OMEN II: Ihre alljährliche Saison-Abschlussfahrt absolvierten das Trainerteam und die sportliche Leitung im Mai nach London zum FA-Cup-Finale zwischen Chelsea und Arsenal. «Da haben wir schon - wenn auch im Scherz - gesagt: «Wir kommen wieder»», berichtete Sportchef Jörg Schmadtke.

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