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Handball Final Four

Füchse Berlin träumen vom Pokal-Triumph

Berlin (dpa) - Die bisherige Saison ist mäßig, die Bilanz gegen den Halbfinalgegner verheerend: Mit einem Pokalcoup wollen die Füchse Berlin ihrem durchwachsenen Jahr die Wende geben.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 12:45 Uhr
aktualisiert am 06.04.2019 um 05:13 Uhr

Beim Final Four in Hamburg gegen THW Kiel sind die Füchse Berlin eher Außenseiter. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Autor:

Nicolas Sowa, dpa

Zum Duell mit dem großen Favoriten THW Kiel beim Final Four am 6. April in Hamburg reist der Hauptstadtclub aber nur als Außenseiter. «Wir haben wieder die Chance auf einen Titel. Und hier muss man nicht ein ganzes Jahr gut spielen, sondern jetzt nur noch zwei Spiele», sagte Trainer Velimir Petkovic voller Vorfreude.

Davon waren die Füchse bislang in dieser Spielzeit häufig weit entfernt. Im EHF-Pokal ist das Viertelfinale zwar erreicht. National schwächelten die Berliner aber zuletzt und rutschten nach vier Pleiten aus fünf Spielen in der Handball-Bundesliga sogar auf Platz sechs ab. Der europäische Startplatz ist damit in Gefahr. «Sicher ist, wir sind nicht in guter Form und Kiel hat einen guten Lauf», sagte Petkovic. Mit dem Pokalsieg wäre die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb nach den Vergabemodalitäten der vergangenen Jahre aber voraussichtlich sicher. Das erste Halbfinale bestreiten der SC Magdeburg und TSV Hannover-Burgdorf.

Die Aufgabe für Berlin könnte dabei aber kaum größer sein. «Meist gab es auf den Sack», erinnert sich Nationalspieler Fabian Wiede an die Duelle mit Kiel. Seit 2007 gelang den Berlinern in 26 Aufeinandertreffen nur ein einziger Sieg - und der liegt bereits achteinhalb Jahre zurück. Petkovic hat deshalb die vergangenen sieben Spiele der Norddeutschen analysiert. «Sie sind eine Topmannschaft, aber wir haben auch einige Schwächen entdeckt», sagt er. Wiede fordert vor allem clever zu spielen. «Wenn du Fehler machst, laufen sie sehr schnelle Konter», warnt er.

Mut macht die bisherige Pokal-Saison. Im Viertelfinale warfen die Berliner den Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen nach einem Kraftakt raus. «Wir haben also schon gezeigt, dass wir große Vereine schlagen können», sagte Wiede optimistisch. Wie wichtig der Pokal für die Füchse ist, zeigte sich im EHF-Pokal am vergangenen Sonntag gegen Balatonfüredi. Dabei wurden die Rückraumspieler Paul Drux und Jacob Holm extra für dieses Wochenende geschont. «Jeder hat hoffentlich so viel Frische getankt, dass wir ein gutes Spiel machen werden», sagte Petkovic.

Personell hat der Coach nach einer Saison voller Verletzungen wieder mehr Alternativen. Zuletzt gab Rückraumspieler Stipe Mandalinic nach überstandenem Kreuzbandriss sein Comeback. Und gegen Kiel werden auch wieder die beiden Kreisläufer Erik Schmidt und Johan Koch mitwirken können.

Die Berliner gewannen erst einmal den Pokal, 2014 schlugen sie im Finale Flensburg. «Das war damals mein erster großer Titel in meinem ersten Jahr in Berlin. Daran erinnere ich mich immer gern zurück», sagte Wiede. Diesen Coup würden die Füchse nun gerne wiederholen. «Denn so ein Titel bleibt das ganze Leben lang», meint Petkovic.



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