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Kampf um Europa

Frankfurt braucht einen Sieg gegen Mainz

Frankfurt/Main (dpa) - Die Tränen sind getrocknet, der Blick geht nach vorn: Nach dem bitteren Aus im Halbfinale der Europa League will Eintracht Frankfurt mit einem Sieg gegen den FSV Mainz 05 seine Chance auf die erstmalige Teilnahme an der Champions League wahren.

veröffentlicht am 11.05.2019 um 13:42 Uhr
aktualisiert am 12.05.2019 um 11:12 Uhr

Für das Spiel gegen Mainz muss Eintracht-Trainer Adi Hütter psychologische Aufbauarbeit leisten. Foto: Arne Dedert

«Es ist unser Traum, das zu schaffen», sagte Sportvorstand Fredi Bobic vor dem Rhein-Main-Derby der Fußball-Bundesliga am 12. Mai (18.00 Uhr/Sky).

Eintracht-Trainer Adi Hütter war nach dem unglücklichen Scheitern im Elfmeterschießen beim FC Chelsea vor allem als Psychologe gefordert. «Wir müssen die Köpfe wieder nach oben bringen», sagte der 49-Jährige. Doch auch körperlich haben die 120 Minuten an der Stamford Bridge ihre Spuren hinterlassen. «Ich muss schauen, wie ich rotiere, weil einige Spieler über ihre Grenzen gegangen sind», sagte Hütter. «Ich muss am Sonntag entscheiden, wer fit ist.»

Mittelfeldspieler Sebastian Rode fällt mit einer Knieverletzung wohl aus, dafür könnte aber Stürmer Sébastien Haller nach seinem 40-minütigen Comeback in London eine Option für die Startelf sein. «Er wirkt körperlich und geistig frisch. Er ist ein Thema für Sonntag», sagte Hütter.

Unabhängig vom Personal und der Müdigkeit in den Köpfen und Beinen hat der Eintracht-Trainer eine klare Marschroute für die Partie ausgegeben: «Wir müssen alles raushauen, denn es geht um sehr viel. Wir wollen die Saison krönen und uns für Europa qualifizieren. Daher müssen wir gewinnen, egal wie.»

Das wollen die Mainzer, deren letzter Sieg in Frankfurt schon sechseinhalb Jahre zurück liegt, verhindern. «Wir werden sicher nicht Spalier stehen. Wir wollen unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden und punkten», verkündete FSV-Trainer Sandro Schwarz. Die Gesamtbilanz ist übrigens ausgeglichen: Von den bisherigen 21 Duellen gewannen beide Teams jeweils sechs, neunmal gab es ein Remis.

Fraglich ist der Einsatz von Stürmer Karim Onisiwo, der vor einer Woche im Spiel gegen RB Leipzig eine Gehirnerschütterung erlitten hatte. «Er fühlt sich gut, aber bei Kopfverletzungen ist immer Vorsicht geboten», sagte Schwarz.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Fernandes, de Guzman - da Costa, Kostic - Gacinovic - Haller, Rebic

FSV Mainz 05: Müller - Brosinski, Niakhaté, Hack, Aaron - Gbamin - Baku, Latza - Boetius - Mateta, Quaison

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)



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