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Niederlage in Halle

Federer verliert Finale und Nummer 1 - Kein Jubel bei Zverev

Halle (dpa) - Das Finale verloren, den Platz an der Spitze der Weltrangliste auch: Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer hat bei den Gerry-Weber-Open nicht seinen besten Tag erwischt.

veröffentlicht am 24.06.2018 um 21:12 Uhr
aktualisiert am 25.06.2018 um 15:50 Uhr

Alexander (r) und Mischa Zverev (l) in Aktion gegen Marcelo Melo. Foto: Friso Gentsch

Im Finale des Rasen-Turnieres unterlag der 36 Jahre alte Titelverteidiger überraschend dem 15 Jahre jüngeren Kroaten Borna Coric mit 6:7 (6:8), 6:3 und 2:6. Auch die deutschen Tennis-Herren hatten auf dem Rasen von Halle wenig Grund zur Freude. Die Brüder Alexander und Mischa Zverev verloren das Doppel-Finale wie schon im Vorjahr erneut gegen Lukasz Kubot (Polen) und Marcelo Melo (Brasilien) mit 6:7 (1:7) und 4:6.

Im Einzel-Wettbewerb fiel die deutsche Bilanz deutlich ernüchternder aus. Von sieben deutschen Profis überstanden nur zwei die erste Runde - das gab es zuletzt 2006. Sogar Alexander Zverev scheiterte in Runde eins glatt in zwei Sätzen. Immerhin musste sich der Weltranglistendritte dem späteren Federer-Bezwinger und Turniersieger Coric geschlagen geben.

Die erste Niederlage für Rasenkönig Federer nach 20 Siegen auf Rasen in Serie war erst seine dritte Niederlage in diesem Jahr. «Ich war beeindruckt von ihm. Er war am Ende immer einen Tick besser», lobte Federer nach dem Matchball seinen Gegner Coric, den 34. der Weltrangliste.

Eine Woche vor dem Klassiker in Wimbledon verpasste der Schweizer somit bei der Generalprobe den 99. Turniersieg seiner Karriere und muss seinem spanischen Dauer-Rivalen Rafael Nadal in der Weltrangliste nun wieder den Vortritt lassen. «Ein Finalsieg wäre natürlich positiver gewesen. Jetzt muss ich mich mehr selbst motivieren. Aber die Erfahrung habe ich, das kann ich», sagte 36-Jährige mit Blick auf das Rasenturnier in London, das der bereits achtmal gewann. In Halle hätte Federer erstmals in seiner erfolgreichen Karriere ein Turnier zum zehnten Mal gewinnen können.

Doch sein Auftritt im Endspiel war symptomatisch für seine Leistungen während des gesamten Turniers: Kaum Leichtigkeit, viele einfache Fehler und wenig Konstanz prägten sein Spiel. «Vielleicht fehlte mir das Training, die optimale Vorbereitung», räumte der Schweizer ein, der vor einer Woche noch das Turnier in Stuttgart gewonnen hatte.

In den Tagen vor Wimbledon will Federer trotzdem nicht zu viel trainieren, sondern «an den Sachen feilen, die hier noch nicht so gut gelaufen sind.» Ansonsten setzte er auf Regeneration: «Wimbledon wird hart, da musst du ausgeruht sein», sagte der Titelverteidiger.

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