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Paris-Roubaix

Degenkolb und Politt als deutsche Hoffnungsträger

Roubaix (dpa) - Vier Jahre nach seinem ersten Triumph beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix will Radstar John Degenkolb die begehrte Pflasterstein-Siegertrophäe wieder in den Händen halten.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 07:31 Uhr
aktualisiert am 14.04.2019 um 16:13 Uhr

Hofft auf einen Sieg bei seinem Lieblingsrennen Paris-Roubaix: John Degenkolb. Foto: Kurt Desplenter/BELGA

Der 30-Jährige vom Team Trek-Segafredo ist rechtzeitig zu seinem Lieblingsrennen heute in Top-Form. Doch auch der fünf Jahre jüngere Nils Politt steht bei den Buchmachern bei der «Hölle des Nordens» hoch im Kurs. Die wichtigsten Fakten zum Radsport-Monument:

STRECKE: Seit 1966 findet der Start nicht mehr in Paris, sondern außerhalb statt - bis 1976 zunächst in Chantilly und seit 1977 im rund 80 Kilometer nördlich von Paris gelegenen Compiègne. Die 257 Kilometer bis zum Ziel im ehrwürdigen Vélodrome von Roubaix haben es in sich: Die ersten 97,5 Kilometer sind zum Einrollen bestimmt, ehe die «Hölle des Nordens» mit der ersten von 29 Kopfsteinpflasterpassagen beginnt. Insgesamt 54,5 Kilometer sind auf den sogenannten Pavé-Sektoren zurückzulegen, darunter auch die berüchtigte Passage durch den Wald von Arenberg. Vorentscheidend könnte wieder das Carrefour de l'Arbre gut 15 Kilometer vor dem Ziel werden - es hat mit 2,1 Kilometern Kopfsteinpflaster ebenfalls den höchsten Schwierigkeitsgrad.

DEUTSCHE: Natürlich steht Degenkolb im Fokus. Der gebürtige Thüringer gewann 2015 den Klassiker und siegte im vergangenen Jahr bei der Tour-de-France-Etappe in Roubaix. Doch auch Politt scheint in sehr guter Form zu sein. Der Kölner vom Team Katusha wurde bei der Flandern-Rundfahrt am vergangenen Sonntag als bester Deutscher Fünfter, und vor einem Jahr in Roubaix fuhr er auf Rang sieben. Ebenfalls am Start ist Routinier André Greipel. Der 36-Jährige kam vor zwei Jahren ebenfalls auf den siebten Platz.

FAVORITEN: Der Ausgang des Radsport-Monuments ist offen wie lange nicht. Auf dem Papier ist der dreimalige Weltmeister und Titelverteidiger Peter Sagan sicherlich leicht favorisiert. Doch der Slowake vom deutschen Bora-hansgrohe-Team war zuletzt in Folge einer krankheitsbedingten Trainingspause noch nicht in Top-Form. Auch mit Olympiasieger Greg van Avermaet (Belgien), Roubaix-Triumphator von 2017, ist wieder zu rechnen.

WETTER: Neun Grad Celsius und ein Sonne-Wolken-Mix: Das 175 Fahrer starke Peloton kann aufatmen, es soll beim Klassiker trocken bleiben. Die berühmten Bilder von völlig vom Matsch verdreckten Fahrern sollten dieses Jahr also ausbleiben.



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