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Christian Pander in der 96-Startelf

Zurück auf die große Bühne

Nach acht Monaten kommt Christian Pander mal wieder zu einem Einsatz in der 96-Startelf. Sechs Monate fehlte Pander auf dem Trainingsplatz.

veröffentlicht am 14.04.2014 um 22:06 Uhr
aktualisiert am 17.04.2014 um 04:22 Uhr

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Ein bisschen Übertreibung gehört dazu in diesem speziellen Fall. Wie er sich denn gefühlt habe bei seinem Comeback in der Startelf von Hannover 96, wurde Christian Pander nach dem 2:1 gegen den Hamburger SV gefragt. Er sei „glücklich, nach 154 Verletzungen in den vergangenen Monaten gespielt zu haben“, lautete die Antwort, bei der ein Augenzwinkern nicht fehlte. Denn 154 Verletzungen waren es nun wirklich nicht, die den 30-Jährigen immer wieder ausbremsten.Es waren aber genug, um ihm immer neue Rückschläge zu bescheren. Erst machten die Bänder nicht mit, dann meldete sich der linke Oberschenkel, schließlich im Januar eine Innenbanddehnung: Panders Fehlzeiten auf dem Trainingsplatz summierten sich in dieser Saison auf rund sechs Monate.

Da gerät man schon mal aus dem Blickfeld und selbst ins Grübeln beim Gedanken an die weitere Karriere. Zumal die Vorjahre auch von ständigen Verletzungen überschattet waren.Nun also endlich der zweite Einsatz von Anfang an: durchaus überraschend, auch der Personalnot im Team auf der „Dauerbaustelle linke Abwehrseite“ gehorchend, letztlich aber geglückt. Folgt man der offiziellen Spielstatistik, gehörte Pander in zweierlei Hinsicht zu den herausragenden Akteuren. Kein anderer im 96-Trikot gewann demnach so viele Zweikämpfe wie er (82 Prozent), was in seinem Fall besonders bemerkenswert ist, und fünf Torschussvorlagen wurden auch von niemandem übertroffen.

Vor allem hatte 96 mal wieder jemanden auf dem Platz, der sich darauf verstand, Freistöße und Ecken zu treten. Eigentlich ist das ja Sache von Szabolcs Huszti; der Ungar hatte sich mit einer Gelbsperre jedoch selbst aus dem Spiel genommen, und so wirklich vermisst wurde er gegen den HSV nicht. Auch weil 96 für die Standards einen wie Pander hatte. „Das ist ja nun mal seit Jahren mein Spiel“, sagt der. „Und das wird sich auf die alten Tage nicht mehr ändern.“Den Ball wieder so zurechtlegen und vors Tor befördern, dass sich Mitspielern damit Torchancen eröffnen statt leichte Beute des sportlichen Kontrahenten zu werden: Das dürfte 96 auch am Donnerstagabend beim nächsten Bundesligaspiel in Frankfurt gut zu Gesicht stehen. Wieder eine Sache für Pander? Es wäre nach dem HSV-Spiel durchaus folgerichtig, wenn Trainer Tayfun Korkut erneut auf den Linksverteidiger setzen würde.

Dass Pander am Donnerstag in der Defensive sicher mehr gefordert sein würde als gegen die angriffsschwachen Hamburger, steht auf einem anderen Blatt. Sein Mitwirken könnte auch ein psychologischer Pluspunkt für 96 sein. Beim Saisonstart half Pander über 90 Minuten dabei, den VfL Wolfsburg mit 2:0 in die Knie zu zwingen. Mit ihm in der Startelf klappte es auch gegen den HSV mit einem Sieg. In Frankfurt könnte es heißen: Aller guten Dinge sind drei.Ohne Übertreibung: 96 wäre dann wohl alle Abstiegssorgen los ...



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