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Martin Kind zur Torlinientechnik

„Wird wieder auf die Tagesordnung rücken“

Am Montag haben 36 deutsche Profifußball-Vereine gegen die Einführung einer Torlinientechnik gestimmt. Dabei waren Beobachter davon ausgegangen, dass die technische Revolution eine breite Mehrheit findet. Wir haben 96-Clubchef Martin Kind um eine Stellungnahme gebeten.

veröffentlicht am 24.03.2014 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 27.03.2014 um 00:15 Uhr

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Wenn sich die Mehrheit dagegen ausgesprochen hat, dann ist das anzuerkennen. Wir waren anderer Auffassung und meinen, dass dieses Thema irgendwann wieder auf die Tagesordnung rücken wird. Unser Standpunkt war und ist, dass mittelfristig die digitale Technik in den modernen Fußballarenen in breitem Maße ohnehin Einzug halten wird. Die Torlinientechnologie wäre ein Baustein in der Gesamtkonzeption gewesen. Wenn es nun fünf Jahre später kommen sollte, dann ist das auch kein Beinbruch.

Für uns ist der Ausblick auf die technischen Anforderungen an die Stadien der Zukunft ausschlaggebend, wozu auch solche Sachen wie die Ausstattung mit der WLAN-Vernetzung gehören. Da ist der Weg vorgezeichnet.

Die Mehrheit der Fußballanhänger dürfte sich von der Attraktivität dieses Sports leiten lassen. Jetzt kann weiter tagelang emotional diskutiert werden: War der Ball drin oder nicht? Das wäre jetzt entfallen oder nicht mehr in dem Maße der Fall gewesen. Deshalb meine ich, dass sich viele Fans mit dieser Entscheidung durchaus anfreunden können.

Da wären mehrere 100 000 Euro zusammengekommen. Vielleicht hat das bei der Abstimmung ja auch bei diesem und jenem Zweitligisten eine Rolle gespielt.

Man kann jetzt nicht sagen: In einem Jahr werden wir das von Neuem diskutieren, das wäre nicht seriös. Da wird sicher einige Zeit mehr ins Land gehen.

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