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Nordderby

Werder lässt 96 beim 4:1 keine Chance

Wende oder Ende? Die Frage ist seit heute beantwortet: Nach der 1:4-Niederlage bei Werder Bremen ist Fußball-Bundesligist Hannover 96 nicht mehr zu retten, findet unser Redakteur Heiko Rehberg.

veröffentlicht am 05.03.2016 um 14:23 Uhr
aktualisiert am 08.03.2016 um 00:21 Uhr

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Von der ersten Minute an spielte Werder so, wie man es sich von 96 gewünscht hätte: druckvoll, stürmisch, mutig. Die 2:0-Führung durch Tore von Finn Bartels (18. Minute) und Claudio Pizarro (26.) war die logische Konsequenz. Dass 96 kurz vor der Pause durch Geburtstagskind Kenan Karaman zum 1:2 kam, war ein schöner Zufall (45.). Doch selbst damit konnte die Mannschaft nach der Pause nichts anfangen: Theo Gebre Selassie (56.) und Zlatko Junuzovic (67.) schraubten mit ihren Toren das Ergebnis auf 4:1 für Werder, weitere Treffer wären möglich gewesen.

Bei allen Toren stellten sich die „Roten“ dumm an, selbst Torwart Ron-Robert Zieler, zuletzt die einzige Konstante im Team, sah beim Junuzovic-Treffer zum 1:4 nicht gut aus. Weltklasse war das Tor zum 2:0 von Pizarro, dieser Peruaner ist ein Stürmer zum Verlieben. Und ein Stürmer, der auch ein genialer Vorbereiter ist: Auch beim 1:0 und beim 3:1 war Pizarro beteiligt. Das hannoversche Tor war die übliche 96-Standardproduktion: Eckball Hiroshi Kiyotake, Abstauber Karaman.

Natürlich Pizarro. Er narrte Alexander Milosevic und seinen ehemaligen Mitspieler Christian Schulz nach Belieben, wich über die Flügel aus, ließ sich ins Mittelfeld fallen und war von den Hannoveranern so nie zu stellen. 96-Trainer Thomas Schaaf ärgerte vor allem Pizarros Tor: „Wir kennen alle ,Pizza'. Er macht das super, aber sieben Mann gucken dabei zu. Hätte nur noch gefehlt, dass sie Beifall klatschen.“

Direkt nach der Pause hatte Karaman eine der wenigen 96-Chancen. Hätte er getroffen, wäre es das 2:2 gewesen. „Das wäre ein Moment gewesen, wo wir vielleicht noch mal wieder Selbstvertrauen bekommen hätten“, sagte Schaaf.

96 hatte sogar – kaum zu glauben – mehr Torschüsse (15) als als Werder (14). Auch beim Ballbesitz lag 96 vorn (54 Prozent). Mehr Zweikämpfe gewannen dagegen die Bremer, gefühlt 98 Prozent, offiziell 55 Prozent. Die meisten Ballkontakte bei 96 hatten Salif Sane und Ceyhun Gülselam (beide 89).

Viktor Skripnik (Werder-Trainer): „Der Druck für uns war gewaltig, umso mehr freue ich mich, dass wir unseren Fans die drei Punkte schenken konnten.“

Thomas Schaaf (96-Trainer): „Das war mehr als enttäuschend, was wir erlebt haben. Wir haben uns so viel vorgenommen und sehr wenig erreicht. Ivh habe trotzdem noch den Glauben, dass wir das schaffen.“



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