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Nach Zielers Abschied

Wer verlässt 96 als Nächstes?

Der Ausverkauf bei Hannover 96 beginnt gerade: Ron-Robert Zieler hat den Anfang gemacht und seine Ausstiegsklausel genutzt. Wer wird den Verein noch verlassen? Kandidaten sind Hiroshi Kiyotake, Salif Sané, Manuel Schmiedebach und André Hoffmann. Und so stehen die Chancen für 96 auf einen Verbleib.

veröffentlicht am 27.04.2016 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 30.04.2016 um 00:21 Uhr

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Er wolle den Fans „nichts vormachen oder rumeiern“, teilte Ron-Robert Zieler dem 96-Anhang am Dienstag mit. Der Club sei ihm stark ans Herz gewachsen, aber sein Ziel sei es, „auch in der kommenden Saison erstklassig zu spielen“. Bei welcher Mannschaft der Torhüter von Hannover 96 in der kommenden Spielzeit im Kasten stehen wird, ist noch unklar. Sicher ist hingegen, dass Zieler nicht der einzige Spieler aus dem aktuellen 96-Kader sein wird, der die „Roten“ nach dieser Saison verlässt. Sein Abschied ist der Anfang vom Ausverkauf beim Absteiger.

Zieler kann das Bundesliga-Schlusslicht trotz seines bis 2017 gültigen Vertrags im Sommer aufgrund des Abstiegs vorzeitig für eine festgeschriebene Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro verlassen. Auch Hiroshi Kiyotake hat einen Vertrag für die 2. Liga (gültig bis 2018), genau wie Zieler gibt es im Vertrag des Japaners jedoch auch eine Ausstiegsklausel: Für geschätzte 6,5 Millionen Euro kann ein anderer Club den Mittelfeldspieler aus seinem Vertrag mit 96 herauskaufen. „Die Möglichkeit besteht bis Ende Mai“, sagte 96-Geschäftsführer Martin Bader. „Die Frage ist jedoch, ob ein Verein bis zu diesem Zeitpunkt bereit ist, die Ablösesumme zu zahlen.“ Wenn nicht, werde sich der Club mit Kiyotake zusammensetzen und versuchen, den Spielmacher für den Neuaufbau in der 2. Liga zu begeistern, sagte Bader.

Vielleicht fällt dem Geschäftsführer die Überzeugungsarbeit bei Kiyotake leichter als bei anderen Spielern. Immerhin hat Bader, damals noch in Diensten des 1. FC Nürnberg, den Japaner vor vier Jahren nach Deutschland geholt.

Tendenz: Schwierig, aber nicht unmöglich. Die hohe Ablösesumme könnte, mit Ausnahme der englischen Clubs, viele Vereine abschrecken. Für die Mission Wiederaufstieg der „Roten“ wäre Kiyotake mit seiner Erfahrung und seinen technischen Fähigkeiten Gold wert.

Der Defensivspieler stand schon in der Winterpause 
vor einem Wechsel zum 
 1. FC Köln, nur das Veto von Clubchef Martin Kind verhinderte einen Transfer in die Domstadt. Da der 23-Jährige eine Ausstiegsklausel besitzt, kann er die „Roten“ für eine Ablösesumme von 2 Millionen Euro verlassen. 96 würde die neue Mannschaft gerne mit ihm aufbauen. Auffällig ist jedoch, dass es Hoffmann, obwohl fit, bei Michael Frontzeck, Thomas Schaaf und Daniel Stendel nicht zum Stammspieler schaffte.

: Köln wird sich Hoffmann holen. Gut möglich, dass schon alles klar ist.

Nach einem schwierigen Start entwickelte sich der Defensiv-Allrounder zum Leistungsträger bei 96. Die Qualitäten des 25-Jährigen sind auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben, bereits vor Beginn dieser Saison wollte der 1. FC Köln Sané holen. FC-Manager Jörg Schmadtke hat immer noch großes Interesse, allerdings bieten auch andere Clubs mit. Da der Senegalese bei 96 noch einen Vertrag bis 2018 ohne Ausstiegsklausel hat, wird es wohl darum gehen, wer den „Roten“ am meisten bezahlt.

: Bei 6 bis 7 Millionen Euro dürfte 96 weich werden – was auch okay wäre.

Der Mittelfeldspieler besitzt eine hohe Akzeptanz bei den 96-Fans. Seine Verbundenheit zu 96 hat Schmiedebach in den vergangenen Jahren auf und neben dem Platz oftmals bewiesen. Bei einem Neuaufbau würde ihm eine Schlüsselrolle zukommen. Allerdings kann der 27-Jährige ablösefrei wechseln, was viele klamme Erstligisten freuen dürfte. Und: Sollte Mirko Slomka neuer 96-Trainer werden, wird er ziemlich sicher gehen. Die beiden kamen zum Ende der Slomka-Ära überhaupt nicht miteinander klar.

: Da geht was. Unbedingt halten. Kämpfer und Typen wie ihn braucht 96.



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