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Duell mit Sakai

Wer stoppt Ribéry?

Länderspiele der weißrussischen Nationalelf gehören normalerweise nicht zu den Partien, für die sich die Spieler von Hannover 96 zur späten Stunde vor den Fernseher setzen. Am Dienstagabend hätte es sich jedoch gelohnt, bei der Zusammenfassung des WM-Qualifikationsspiels der Weißrussen gegen Frankreich genauer hinzuschauen.

veröffentlicht am 11.09.2013 um 22:23 Uhr
aktualisiert am 14.09.2013 um 00:15 Uhr

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Beim 4:2-Erfolg der Franzosen war Franck Ribéry der überragende Spieler auf dem Platz. Den nächsten Auftritt wird „Europas Fußballer des Jahres“ am Sonnabend (15.30 Uhr) haben, wenn Ribery mit dem FC Bayern gegen Hannover 96 um Bundesligapunkte spielt.Zwei Tore erzielte der Stürmer beim für Frankreich so wichtigen Sieg selbst, zudem rüttelte er seine verunsicherteten Mitspieler nach dem 0:1 in der Pause mit einer emotionalen Rede wach. Die französischen Zeitungen feierten ihn gestern als „Retter“. Dabei war der Einsatz des 30-Jährigen wegen einer Verletzung im Gesäßbereich, die er sich im Länderspiel in Georgien zugezogen hatte, fraglich gewesen. Doch Ribéry kniff die Backen zusammen und spielte groß auf. Und bis zur Partie gegen die „Roten“ dürfte er wieder absolut fit sein.

Das ist keine gute Nachricht für das Team von 96-Trainer Mirko Slomka. Auch wenn die Bayern einen exzellenten Kader haben, ein Ausfall vom zurzeit besten Kicker Europas könnte auch der Triple-Sieger nicht problemlos kompensieren – und er hätte die Aufgabe für 96 in der Allianz-Arena zumindest etwas weniger anspruchsvoll gemacht. Dass Bayern-Trainer Pep Guardiola seinen Besten schonen wird, ist nach dem 1:1 der Münchener im vergangenen Bundesligaspiel beim SC Freiburg unwahrscheinlich. Noch ein Ausrutscher, zumal in der heimischen Arena, würde den Abstand zum großen Titelkonkurrenten Borussia Dortmund zu sehr vergrößern.

Slomka wird sich also etwas einfallen lassen müssen, um Ribéry so gut es geht an die Kette zu legen. Die meiste Arbeit bei dieser ambitionierten Aufgabe wird auf Hiroki Sakai zukommen. Ribéry wird auf der rechten Abwehrseite sein direkter Gegenspieler sein, allein kann der Japaner den Franzosen aber nicht stoppen. Lars Stindl sorgte bei den 96-Siegen gegen Schalke und Mainz als Sakais Vordermann für Unterstützung und mehr Sicherheit hinten rechts. Eine Variante, die auch gegen die starke linke Bayern-Seite mit David Alaba und Ribéry Sinn machen würde.Ein direktes Aufeinandertreffen von Sakai und Ribéry gab es bislang noch nicht. Am 20. April beim 6:1 für die Bayern in Hannover wurde Torschütze Ribéry beim Stand von 3:0 zur Halbzeit ausgewechselt. Sakai kam erst in der 66. Minute für Steven Cherundolo ins Spiel. Ein Duell mit dem besten Fußballer Europas ist sicherlich etwas ganz Besonderes. Da kann man viel lernen, aber auch viel verlieren. Kleiner Mutmacher: Schlimmer als beim vergangenen 96-Auftritt in München (0:5) kann es ohnehin kaum werden.



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