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96-Nachwuchstalent

Waldemar Anton wie einst Per Mertesacker

Längere Zeit hat Hannover 96 kein großes Talent mehr herausgebracht. Doch das könnte sich nun ändern: Waldemar Anton hat beim 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach ein tolles Spiel hingelegt. Der 19-Jährige schickt sich an, auf den Spuren von Per Mertesacker zu wandeln.

veröffentlicht am 18.04.2016 um 08:43 Uhr
aktualisiert am 21.04.2016 um 00:21 Uhr

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So viel Selbstbewusstsein und Traute muss man als 19-Jähriger erst einmal haben. Als Waldemar Anton seinen Treffer zur 1:0-Führung gegen Borussia Mönchengladbach feierte und sein Glück herausschrie, war außer viel Freude und Adrenalin auch eine große Portion Erleichterung dabei. Und auch ein bisschen Genugtuung darüber, das Bild vom überforderten Talent, das der Defensivspieler ein paar Wochen mit sich herumtrug, schnell korrigiert zu haben.

Sein Bundesligadebüt hatte Anton beim einminütigen Kurzeinsatz beim 2:1-Sieg in Stuttgart, in Frankfurt wurde er zur Pause für Christian Schulz in der Innenverteidigung eingewechselt. In den folgenden 45 Minuten leistete er sich mehrere Patzer und Stellungsfehler, viel schlimmer hätte sein erster längerer Einsatz bei den Profis nicht laufen können. „Ich bin ein Typ, der immer weitermacht, egal, ob ein Fehler passiert oder es mal nicht läuft“, sagte Anton, der 2008 vom Mühlenberger SV zu den „Roten“ kam, kurz nach der Niederlage in Frankfurt.

Eine Einstellung, die sich schnell auszahlte. Denn unter seinem alten und neuen Trainer Daniel Stendel bekam er die nächste Chance – und nutzte sie. Gegen Hertha und Gladbach spielte der 19-Jährige im defensiven Mittelfeld an der Seite von Manuel Schmiedebach so abgeklärt und souverän, als wäre er schon seit Jahren dabei. Sein 1:0 war die Krönung einer herausragenden Leistung. „Ein unbeschreibliches Gefühl, ich bin überwältigt. Es war ein Traum, mein erstes Bundesligator zu erzielen“, sagte der 1,89 Meter große Anton.

Manch einen 96-Fan erinnerte der Beginn von Antons Karriere an die eines ehemaligen 96ers, der vor 13 Jahren auch als 19-Jähriger seine erste Halbzeit für die „Roten“, damals in Köln, in den Sand setzte – und elf Jahre später mit Deutschland Weltmeister wurde. Auf sein erstes Bundesligator musste Per Mertesacker allerdings länger warten.



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