weather-image
16°

Hannover 96

Vier Tore als Lohn für die Offensive

Der Sieg von Hannover 96 in Stuttgart war das Ergebnis einer kleinen taktischen Umstellung. Jetzt wollen die „Roten den Schwung ins Heimspiel gegen den SC Freiburg retten.

veröffentlicht am 13.11.2012 um 22:36 Uhr
aktualisiert am 16.11.2012 um 06:15 Uhr

Vier-Tore-als-Lohn-fuer-die-Offensive.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Lars Stindl hatte Spaß. Richtig Spaß. Eine Halbzeit lang mühte sich der Mittelfeldspieler von Hannover 96 im Spiel beim VfB Stuttgart auf der rechten Seite ab. Mehr als zwei schöne, aber letztlich erfolglose Kombinationen über Manuel Schmiedebach und Artur Sobiech waren jedoch alles, was dabei herauskam. Zudem musste Stindl höllisch auf der Hut sein, weil sich der VfB über „seine“ Seite immer wieder mit Arthur Boka und Ibrahima Traoré gefährlich vor das 96-Tor kombinierte. Es waren keine schönen ersten 45 Minuten für Stindl. Doch dann kam Spielkamerad Schlaudraff - und das Spektakel konnte beginnen.

Bis zum Anpfiff der 2. Halbzeit konnte Stindl noch nicht ahnen, dass seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel eine atemberaubende Aufholjagd mit vier Toren innerhalb von 16 Minuten gelingen und er beim 4:2-Erfolg als Beteiligter an allen 96-Treffern eine der Hauptrollen spielen würde. Doch mit der Einwechslung von Jan Schlaudraff und der damit verbundenen Systemumstellung kam das Offensivspiel der „Roten“, das bis zur Halbzeit so leer war wie ein Fernsehbildschirm, der nur das Grundrauschen wiedergibt, so richtig in Fahrt.

Weil 96 nach dem 0:2-Rückstand durch die Tore von Christian Gentner und Vedad Ibisevic nichts mehr zu verlieren hatte, setzte Mirko Slomka nach dem Seitenwechsel alles auf eine Karte. Der 96-Trainer ließ Schlaudraff, den er in Stuttgart zum dritten Mal in Folge als zu leicht für die Startelf befunden hatte, als vordere Spitze der Raute spielen und beorderte Schmiedebach vom defensiven Mittelfeld auf die linke Seite. Statt mit der bislang bevorzugten „Doppelsechs“ mit Schmiedebach und Christian Schulz, agierte 96 nun mit Schlaudraff als „echten Zehner, der das Spiel super gelenkt und geleitet hat“, wie Slomka feststellte: „Wir waren deutlich offensiver. Es hat sich gelohnt.“

Ob die Flucht nach vorne als taktische Variante eine Zukunft hat, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Gegen Gegner wie den SC Freiburg, am Sonnabend zu Gast in Hannover, scheint die offensivere Ausrichtung die richtige Wahl zu sein. Beim Gastspiel in München eine Woche später wäre sie vielleicht ein wenig zu mutig. Auf jeden Fall ist sie nicht nur in brenzligen Situationen eine gute Alternative, weil die Mannschaft so ihre größte Qualität ausspielen kann: die erstklassige Offensive.

Dort verfügt 96 über eine grandiose Auswahl, um die sie die Konkurrenz beneidet. In Stuttgart trafen Sobiech, Schlaudraff und zweimal Mohammed Abdellaoue, zudem hat 96 mit Mame Diouf, Didier Ya Konan und Szabolcs Huszti noch drei weitere Trümpfe. 24 Tore haben die „Roten“ in der Liga schon erzielt, das ist Platz 2 hinter den Bayern. Und so lange 96 ein Tor mehr schießt als es hinten kassiert, ist doch alles in Ordnung.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt