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Hannover 96 unter Zugzwang

Verlieren verboten

Am Sonnabend geht es für Hannover 96 im Bundesligaspiel gegen Frankfurt „um die Zukunft des Vereins. Das sieht Trainer Tayfun Korkut jedenfalls so. Er weiß, dass zumindest ein Unentschieden her muss, wenn er auch im nächsten Spiel gegen Hertha BSC noch auf der Bank sitzen möchte.

veröffentlicht am 03.04.2015 um 21:51 Uhr
aktualisiert am 06.04.2015 um 00:18 Uhr

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Wer wie in der Bundesliga zehnmal hintereinander nicht gewonnen hat, der braucht kleine Mutmacher. Im vergangenen Jahr gelang der Mannschaft zu Ostern ein 3:2-Auswärtssieg, der gleichzeitig ein großer Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt war. Gegner damals: Eintracht Frankfurt. Auswärtsgegner am Sonnabend: Frankfurt. Wer daran glaubt, dass sich Fußballgeschichte wiederholt, hat am 27. Spieltag mindestens einen guten Grund für Zuversicht trotz der schlimmen Negativserie.

Die „Bild“-Zeitung hat das Spiel in Frankfurt zum „Überlebensspiel“ für die „Roten“ ausgerufen. Selbst bei einer Niederlage ginge es für Hannover 96 in der 1. Liga noch siebenmal weiter - mit der riesengroßen Gefahr, dass es die letzten sieben erstklassigen Spiele wären.

„Es geht um die Zukunft des Vereins.“ Der Satz stammt von Trainer Tayfun Korkut, der weiß, dass es auch um seine Zukunft geht. „Herr Korkut weiß, dass wir mal wieder gewinnen sollten“, sagt Clubchef Martin Kind, öffnet aber gleichzeitig eine kleine Hintertür: „In Frankfurt sollten wir zumindest nicht verlieren.“ Mindestens ein Unentschieden muss also her, sonst dürfte am 10. April im Heimspiel gegen Hertha BSC ein neuer Trainer auf der 96-Bank sitzen. Laut „Sport-Bild“ gibt es für den Fall der Fälle mit Jos Luhukay, in dieser Saison in Berlin rausgeflogen, einen „heißen Kandidaten“. Auch der Name von Bruno Labbadia fällt im 96-Umfeld häufig.

Korkut sagt, dass er sich damit nicht beschäftigt. „Ich konzentriere mich auf meinen Job.“ Und er verspricht, was er in den vergangenen Wochen immer versprochen hat: eine konzentrierte Mannschaft, die prima trainiert und den Ernst der Lage begriffen habe. Dem Trainer ist bewusst, dass seinen Worten in Frankfurt endlich auch Taten der Mannschaft folgen müssen ...

Vor einem Jahr trafen in Frankfurt Leon Andreasen, Lars Stindl und Didier Ya Konan. Aus dem Trio wird wahrscheinlich nur Kapitän Stindl in der Startformation stehen, Andreasen und Ya Konan müssen als Einwechselspieler auf ihre Chance hoffen.

Das Gute an dem Spiel in Frankfurt ist: Die „Roten“ wissen, was sie erwartet. Die Eintracht spielt, wie ein Team von Trainer Thomas Schaaf eben spielt: immer nach vorne - und hinten mit Mut zur Abwehrlücke. Auf diese Art und Weise haben die Hessen bisher 20 Tore mehr als die Hannoveraner geschossen, aber auch zehn mehr kassiert. „Die Eintracht hat offensiv einiges abgeliefert“, sagt Korkut, „da haben sie was zu bieten. Sie haben aber auch einige Tore bekommen.“

Es überrascht deshalb nicht, dass Korkut auch beim letzten öffentlichen Training vor dem Spiel viele Torschussübungen im Programm hatte. Dass ausgerechnet jetzt herrscht, kommt äußerst ungelegen. Joselu war am Donnerstag nach vier Tagen Grippepause erstmals wieder dabei, beteiligte sich aber nur am Fußballtennis und fühlte sich danach „sehr schlapp. Ich will unbedingt spielen, aber es wird eng“, sagte Joselu. Es wäre schön, wenn das nach dem Abpfiff nicht für die ganze Mannschaft gelten würde.



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