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96 bereitet sich vor

...und nun gegen die Bayern!

96-Coach Tayfun Korkut will im Spiel gegen den FC Bayern München das Beste aus der Mannschaft herausholen. Umstellungen schließt Korkut dabei nicht aus. Am Dienstag trainierte nach viermonatiger Pause zum ersten Mal Didier Ya Konan wieder mit den Roten.

veröffentlicht am 18.02.2014 um 19:44 Uhr
aktualisiert am 21.02.2014 um 00:15 Uhr

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Der FC Bayern ist unschlagbar. In der Bundesliga hat man derzeit schon dieses Gefühl – und einige Gegner schenken die Spiele gegen den Fußball-Rekordmeister schon im Voraus ab. Für Tayfun Korkut ist das undenkbar. „Es geht schließlich um drei Punkte“, sagt der Trainer von Hannover 96, dessen Team die Münchener am Sonntag (17.30 Uhr) herausfordert. „Ich käme nie auf die Idee zu sagen: Wir haben nichts zu verlieren.“ Darum will Korkut auch seine vermeintlich beste Mannschaft auf den Platz schicken.

Doch wie wird diese Anfangself aussehen? Zuletzt hat der 96-Coach dreimal in Folge auf dieselben Spieler gesetzt. Doch was gegen Borussia Mönchengladbach so gut begann, war später „auf Schalke“ gar nichts – und am vergangenen Sonntag in Mainz eher durchwachsen. Es wurden kaum Torchancen herausgespielt, und besonders beide Außenverteidiger, Christian Schulz und Frantisek Rajtoral, wackelten bedenklich. Mit diesen Kritikpunkten konfrontiert, nickt Korkut zwar, geht darauf aber nur ausweichend ein. „Es ist einfach, den einen oder anderen herauszuziehen und zu sagen, der hat nicht aufgepasst, der hat einen Fehler gemacht“, sagt Korkut. „Ich bin ein Trainer, der versucht, eine Szene von Anfang an zu analysieren und zu sehen, wo man etwas vorher hätte vermeiden können. Darum kann ich diese Kritik so pauschal auch nicht teilen.“

Auf die Frage, ob es Umstellungen gegen den FC Bayern geben wird, antwortet Korkut dann nur mit einem ausgedehnten Lächeln. Kein Trainer gibt seine Überlegungen gerne preis – und fünf Tage vorher schon gar nicht. „Nur soviel: Ich werde mir diese Trainingswoche genau anschauen, und wir werden uns genauestens Gedanken machen, wie wir dieses Spiel angehen wollen“, sagt der 39-Jährige. Korkut gesteht aber schon mit der nächsten Aussage, dass er nicht allzu viel wechseln wird: „Generell ist mir wichtig, dass ein Spieler auch mal ein schlechtes Spiel machen kann. Das ist eine Vertrauenssache.“

Alles schön und gut, aber wenn man sieht, wie schnell die Bayern ihre Aktionen von der einen zur anderen Seite verlagern, welche Klasseleute da über die Außen kommen, kann einem schon angst und bange werden. Da ist die Frage erlaubt, ob ein eher unbeweglicher Schulz, der in der Innenverteidigung besser aufgehoben scheint, in diesem Spiel der richtige Mann ist, wenn man mit Sébastien Pocognoli einen wendigeren Spieler im Kader hat?

Auf der rechten Seite hat Neuzugang Rajtoral zuletzt Schwächen offenbart, dürfte aber defensiv stärker sein als sein Konkurrent Hiroki Sakai – wobei der Japaner im Herbst beim Pokalaus in München seine Sache sehr ordentlich gemacht hat.

Aber, egal wer hinten rechts oder links spielt, auf diesen Positionen hat man es bei 96 nicht einfach: Die Vorderleute Szabolcs Huszti und Leonardo Bittencourt haben nämlich ihre Stärken eindeutig in der Offensive, ihre Verteidigungsarbeit gleicht dagegen allzu oft lediglich Alibiläufen.Sei’s drum: Um gegen Bayern etwas zu holen, müssen die „Roten“ ohnehin alle ihren Sahnetag haben. „Dann dürfen wir kaum einen Fehler machen“, sagt Korkut. Schlagbar erscheinen die Münchener derzeit aber auch dann nicht zu sein.



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