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Wegwerfbecher beim Niedersachsen-Derby

Umwelthilfe kritisiert Wahl der Becher

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die geplante Umstellung von Mehrwegbechern auf kompostierbare Wegwerfbehälter in der HDI-Arena. Denn die vom Gastronomiebetreiber, dem Hannover Congress Centrum (HCC) favorisierten Maismehlbecher, könnten nicht wiederverwertet werden.

veröffentlicht am 01.04.2014 um 09:50 Uhr
aktualisiert am 04.04.2014 um 00:15 Uhr

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„Wenn man solche Becher in eine Kompostieranlage wirft, entsteht nichts Verwertbares, sondern nur Wasser und Kohlenstoffdioxid“, sagt Lena Domröse, Expertin für Kreislaufwirtschaft bei der Umwelthilfe. Letztlich müssten die Becher verbrannt werden. Auch zweifelt die Umwelthilfe an der Zahl der Fußballfans, die durch Würfe mit den derzeit genutzten Mehrwegbechern aus hartem Kunststoff verletzt werden. „Nach unseren Recherchen ist es im Durchschnitt ein Zuschauer pro Spiel“, sagt Domröse. Hannover 96 geht von durchschnittlich zehn Stadionbesuchern aus, die während eines Spiels einen Becher an den Kopf bekommen.

Das Verletztungsrisiko hatte den Ausschlag gegeben, dass der Verein von seinem Gastronomiepächter ein Konzept für einen neuen Becher verlangte. HCC-Direktor Joachim König ließ sich Mehrwegmodelle zeigen, die sich nach einem Wurf noch während des Flugs rasch entleeren, doch überzeugt hatten ihn die Behälter nicht. Als Kompromiss aus Sicherheit und Nachhaltigkeit erschien der kompostierbare Einwegbecher aus Maismehl. SPD und Grüne nahmen die Umstellung zähneknirschend hin, weil sie davon ausgingen, dass der neue Behälter nicht bloß auf dem Müll landet.

Auch um das Einsammeln der 50 000 bis 60 000 Becher pro Spiel hat sich König Gedanken gemacht. Sammelboxen sollen Besucher ermuntern, ihre Behälter nicht auf der Tribüne zu entsorgen. Im VIP-Bereich werden Getränke schon jetzt in Einwegbechern ausgeschenkt, rund 2000 Behälter pro Spiel fallen an.



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