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Hannover 96 vor dem Spiel gegen Nürnberg

Stindl macht den „Roten“ Hoffnung

Durch einen Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg will Hannover 96 endlich die 20-Punkte-Marke knacken. Vor allem die Rückkehr von Lars Stindl macht den „Roten“ Hoffnung, dass das Hinrundenziel schon an diesem Wochenende erreicht werden kann.

veröffentlicht am 13.12.2013 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 16.12.2013 um 00:15 Uhr

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Eine bewegte Woche geht zu Ende für Hannover 96. Dabei gab es eigentlich nur ein Thema, um das sich alles andere rankte: Wie schaffen es die „Roten“, am Sonnabend gegen den 1. FC Nürnberg ihr anderes, das bessere Gesicht zu zeigen, möglichst rasch auf ihr 20-Punkte-Zwischenziel zu kommen und sich dann irgendwie in die Winterpause zu retten? Trainer und Sportdirektor hatten nach der weitestgehend blutleeren Vorstellung bei der 2:4-Niederlage in Stuttgart jede Menge Gesprächsbedarf mit den Spielern ausgemacht. Es ist zu hoffen, dass im kleinen beziehungsweise großen Kreis tatsächlich Tacheles geredet worden ist darüber, was falsch gelaufen ist und was falsch läuft bei Hannovers Nummer 1 im Sport.

Die Einschätzungen von Mirko Slomka und Dirk Dufner deckten sich hinterher. „Extrem kritisch“ (Slomka) und „sehr selbstkritisch“ (Dufner), so lautete das Fazit der beiden 96-Führungskräfte. Und nicht nur das: Man habe in den Gesprächen die Gedanken in erster Linie darum kreisen lassen, was besser gehe und was getan werden müsse, um anders dazustehen als nach den 90 Spielminuten von Stuttgart, ließ der Sportdirektor anklingen. „Wir haben die Dinge ganz klar angesprochen“, sagte Dufner. Aber: Nix da mit Rute rausholen. Positiv denken lautet das Motto.

Es passt gut zur aktuellen Zeit, die in Hannover rückwärts zu laufen scheint und wenig beschaulich ist. Jedenfalls dann, wenn man einen Blick auf die Tabellen der Fußball-Bundesliga wirft. Noch nie stand 96 seit 2010 vor dem vorletzten Spieltag der Hinrunde so schlecht da wie jetzt. 28 – 21 – 20 – 17: So lauten die Punktezwischenstände nach der 15. Runde, aufgelistet seit der ersten kompletten Saison unter Mirko Slomka als Chefcoach. Eine Tendenz, die einem Sorgenfalten auf die Stirn treiben kann. Klubchef Martin Kind dürfte sich in diesen Tagen am meisten darüber ärgern, dass er zu Beginn des Spieljahres das offizielle Saisonziel Europapokalteilnahme noch mit dem freundlichen Zusatz Champions-League-Qualifikation toppte. Das passt wie die Faust aufs Auge.

Nun sorgt ein Spiel gegen einen sieglosen Abstiegskandidaten der Bundesliga, wohinter sich gewiss kein ganz großer Sport verbirgt, für Brisanz. „Wir sind eine sehr, sehr heimstarke Mannschaft“, sagt der 96-Sportdirektor. Hoffnung macht den „Roten“ auch, dass Lars Stindl nach seinem Muskelfaserriss gegen Nürnberg zurück ist, was einem kleinen medizinischen Wunder gleichkommt. „Ein super Typ, ein großer Motivator, klasse am Ball und läuferisch stark: alles das, was wir als Mannschaft brauchen“, sagt Slomka mit erkennbarer Zuversicht.

Auf dem Wunschzettel des Trainers, der sich überraschenderweise wundert, „was alles formuliert wird, obwohl wir nicht auf einem Abstiegsplatz sind“, steht für heute aber noch weit mehr. Vor allem erhofft sich Slomka, dass seine Mannschaft so auftritt, dass es – anders als jüngst in Stuttgart – auf dem Platz keine Lücken gibt, die 96 zum Verhängnis werden können. Und dass jeder für den anderen in die Bresche springt, wenn einem Mitspieler ein Fehler unterläuft. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, bei 96 derzeit leider nicht.

Zur vorweihnachtlichen 96-Botschaft der Bundesligaspielzeiten mit Slomka als Chefcoach gehört auch dies: Verloren haben die „Roten“ am 16. Spieltag noch nie. Im Vorjahr etwa hieß es 3:2 gegen Bayer Leverkusen. Es wäre ein passender Abschluss einer bewegten Woche. Ein Erfolg ist jedoch mehr als ein frommer Wunsch: Ein Sieg gegen Nürnberg ist ein Muss ohne Wenn und Aber. Sonst werden die nächsten Wochen noch viel bewegender.



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