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96 gegen Ingolstadt

Stendel setzt auf den Nachwuchs

Die Jugend forscht auch in Ingolstadt: Weil Stürmer Sobiech passen muss, nimmt 96-Trainer Daniel Stendel Noah-Joel Sarenren-Bazee und Waldemar Anton nach Ingolstadt mit. Folgt mit Valmi Sulejmani der dritten Jungspund?

veröffentlicht am 23.04.2016 um 10:16 Uhr
aktualisiert am 25.04.2016 um 14:23 Uhr

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Daniel Stendel hat ein Umdenken bei seinem Team erkannt „Die Mannschaft hat im Training angedeutet, dass sie mutig sein und nach vorne blicken will“, sagte der Coach von Hannover 96. Es sind Dinge, die er bei seinem Einstand vor wenigen Wochen eingefordert hat – und die er in schöner Regelmäßigkeit vorlebt. Die Spieler haben gesehen und gespürt, dass sich die forsche Art ihre Trainers auszahlt. Nach Wochen der Niederlagen gab es unter Stendel zwei seltene Erfolgserlebnisse (2:2 bei , 2:0 gegen ). Es ist sogar gut möglich, dass der 42-Jährige in Sachen Mut beim Spiel am heutigen Sonnabend (15.30 Uhr) beim FC Ingolstadt noch einen draufpackt und ein weiteres Talent in einbaut.

Mit und Waldemar Anton hat Stendel bereits zwei 19-Jährige zum festen Bestandteil der Mannschaft gemacht. Der nächste könnte der 20-jährige Valmir Sulejmani sein. Der Ausfall vom zuletzt so erfolgreichen Stürmer Artur Sobiech (Wadenverletzung) zwingt Stendel nämlich zum Umbau seiner Elf, die den Fans in vergangenen beiden Spielen so viel Freude bereitet hat. Und der Coach machte schon deutlich, dass er nicht unbedingt auf gestandene Profis in seinem Kader setzen will. Er guckt bei den Übungseinheiten ganz genau hin – und sieht dabei vieles.

So steht Hugo Almeida auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer nicht im Kader; gegen Berlin hatte ihn der Coach kurzerhand gestrichen, gegen Gladbach war der 31-jährige Portugiese verletzt (Rückenverletzung), gegen Ingolstadt verzichtet Stendel aus Leistungsgründen erneut auf den Angreifer. Almeida hat im Training wenig dafür getan, wieder in die erste Elf zu rücken. Er sprühte wahrlich nicht vor Engagement. Auf die Frage nach dem Stürmer sagte Stendel dann auch nur: „Er ist wieder im Training gewesen, hat die Einheit mitgemacht ...“ Es sieht nicht so aus, als sollte Almeida überhaupt noch ein Spiel für 96 bestreiten.

Auch Szalai, wie Almeida in der Winterpause noch als Hoffnungsträger im Abstiegskampf nach Hannover gekommen, läuft den Erwartungen meilenweit hinterher. Bisher setzte Stendel lediglich acht Minuten lang gegen Mönchengladbach auf den 28-jährigen Ungarn, der bisher nie bei den „Roten“ seinem hohen Anspruch genügen konnte: Er wollte die Zeit bei 96 nutzen, um sich für die ungarische Nationalmannschaft und damit für eine EM-Teilnahme zu empfehlen. Schlechte Leistungen und null Bundesliga-Tore sprechen eine deutliche Sprache.

Legt man das bisherige Vorgehen Stendels zugrunde, stehen die Chancen für den jungen Sulejmani, der gegen Gladbach immerhin fünf Minuten länger als Szalai auf dem Platz stand, ganz gut. „Ich bringe sie ja nicht, weil sie 19 sind“, sagte Stendel in Bezug auf Anton und Sarenren-Bazee, „sondern ich bringe die Mannschaft, von der ich überzeugt bin. Wenn Vertrauen da ist, sieht man, was möglich ist.“

Die Frage ist jetzt: Wie viel Vertrauen hat Stendel in Sulejmani? Traut er dem körperlich eher schwachen Talent zu, sich gegen die harte und körperbetonte Spielweise der Ingolstädter zu behaupten, dann bekommt er eindeutig den Vorzug vor Szalai. Tut er es nicht, steigen die Chancen des robusteren Ungarn. Es ist derzeit aber fast der einzige Grund, der für Szalai sprechen könnte. Andersherum kann Szalai – sein letztes Bundesligator schoss er im Dezember 2014, damals noch für Hoffenheim – nur positiv überraschen.



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