weather-image
10°

Neuzugang Edgar Prib überzeugt bei Hannover 96

Stammplatz aus dem Stand

Edgar Prib macht vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg wieder Platz für Szabolcs Huszti. Der ehemalige Fürther ist bei Hannover 96 aus dem Team dennoch nicht wegzudenken.

veröffentlicht am 17.09.2013 um 21:32 Uhr
aktualisiert am 20.09.2013 um 00:15 Uhr

Stammplatz-aus-dem-Stand.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Geschichte von seinem „Nicht-Tor des Jahres“ musste sich Edgar Prib nach seinem Wechsel zu Hannover 96 immer wieder anhören. Im Dezember 2011 traf der damalige Fürther in der 2. Liga in Frankfurt aus sechs Metern das leere Tor nicht und wurde so unfreiwillig mit mehr als einer Million Klicks zum You-Tube-Star. Prib nahm es mit Humor, der 23-Jährige besitzt die Gabe, auch über sich selbst schmunzeln zu können. Und spätestens nach seinem ersten Tor für die „Roten“ beim 4:1 gegen Mainz interessiert sich in Hannover ohnehin niemand mehr für seine Fehlschüsse in der Vergangenheit.

Prib ist längst in Hannover angekommen und hat – für manchen etwas überraschend – den Sprung zum Stammspieler aus dem Stand geschafft. In allen fünf Bundesligaspielen stand der in Russland geborene Profi in der Startelf, wobei Trainer Mirko Slomka ihn auf drei verschiedenenen Positionen einsetzte. In den ersten beiden Partien gegen Wolfsburg und Mönchengladbach spielte Prib im offensiven Mittelfeld, gegen Schalke beorderte Slomka ihn an die Seite von Leon Andreasen auf die „Sechser“-Position. Und als Szabolcs Huszti gegen Mainz und die Bayern seine Rot-Sperre absaß, wechselte Prib auf die Position des Ungarn ins linke Mittelfeld.

Diesen Platz wird Prib allerdings am Sonnabend beim Heimspiel gegen den FC Augsburg wieder los sein. Huszti hat seine Strafe abgebrummt und ist gesetzt. Allzu große Sorgen muss sich Prib aber nicht machen. Es gilt als ziemlich sicher, dass Slomka auch gegen Augsburg nicht auf seine Allzweckwaffe verzichten wird. Was bei der großen Konkurrenz im Mittelfeld nicht selbstverständlich ist. Durch Flexibilität, Einsatz und Laufbereitschaft konnte Prib bislang überzeugen. Der 23-Jährige ist einer, auf den sich Slomka verlassen kann. Eine Eigenschaft, die Trainer gerne honorieren.

Und dafür auch Umstellungen in Kauf nehmen. Setzt Slomka auch gegen Augsburg auf einen Angriff mit zwei Stürmern, bleibt für Prib nur die Rolle des „Sechsers“, die er auch gestern beim Training einnahm. Slomka müsste dann Lars Stindl wieder auf die rechte Mittelfeldseite ziehen, obwohl er den 96-Kapitän eigentlich lieber als Anspielstation und Ballverteiler in der Zentrale hätte.

Vielleicht gelingt Prib gegen Augsburg sogar sein zweiter Treffer für die „Roten. Schon beim 0:2 in München hatte nicht viel gefehlt, und er wäre erneut zum Liebling der fußballbegeisterten Internetnutzer geworden. Denn Tore gegen den FC Bayern erfreuen sich auch im Netz großer Beliebtheit. Sein von Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng abgefälschter Schuss in der 2. Halbzeit strich nur wenige Zentimeter am Tor vorbei, noch knapper ging es in einer Szene vor der Pause zu. Da lenkte Prib mit seinem Rücken einen Schuss von Didier Ya Konan an den Pfosten, anschließend reklamierte er augenzwinkernd den größeren Verdienst an dieser Chance. „Den habe ich erst richtig scharf gemacht.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt