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Verwunderung über Auslandsreise

Sportdirektor Dufner macht den Abflug

Hannover 96 steckt vor dem Spiel gegen Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München in einer heftigen Krise. Ausgerechnet jetzt nimmt 96-Sportdirektor Dirk Dufner Termine im Ausland wahr. Selbst bei den Roten herrscht Verwunderung – und die Kritik am 47-Jährigen wird immer größer.

veröffentlicht am 04.03.2015 um 20:34 Uhr

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Der Sportdirektor hat den Abflug gemacht. Am Dienstag sei Dirk Dufner ins Ausland gereist, wo er in dieser Woche langfristig vereinbarte Termine für 96 wahrnehmen wolle, hieß es am Mittwoch beim hannoverschen Club. Nähere Angaben will niemand offiziell machen. Doch selbst bei den „Roten“ herrscht, das merkt man in den Gesprächen, Verwunderung darüber, dass Dufner gerade jetzt abtaucht. Wäre es nur im Vorfeld irgendeines Spiels gegen den FC Bayern - geschenkt. Aber der Verein steckt in einer heftigen Krise. Es geht um die weitere Bundesligazugehörigkeit. Da wird ein Sportlicher Leiter an allen Ecken und Enden gebraucht.

Negative Schlagzeilen prasseln derzeit regelmäßig auf 96 ein. Nicht nur der Absturz der Bundesligamannschaft ist ein Thema, sondern auch die Unruhe beim Nachwuchsleistungszentrum und der Dauerzoff mit Teilen der Fans. Und besonders Trainer Tayfun Korkut ist stark in die Kritik geraten. Der unerfahrene Coach, 96 ist seine erste Cheftrainerstation im Profifußball, könnte in dieser Situation profunde Rückendeckung aus den eigenen Reihen gut gebrauchen.

Und wenn ein Trainer gehen soll, dann muss auch nach einem neuen gesucht werden. Auch das ist die Aufgabe eines Sportdirektors. Vom Ausland aus sind Gespräche, Recherchen oder Verhandlungen auch in der heutigen Zeit weitaus schwieriger zu handeln.

Dufner ist trotzdem gefahren. Auch wenn es ein beruflicher Termin ist und vielleicht um Planungen für die Zukunft geht: Die schwierige Gegenwart ist wichtiger. Seine Reise ist zusätzliches Futter für seine vielen Kritiker, zu denen - wenn auch zurückhaltend - seit Längerem auch 96-Clubchef Martin Kind gehört. Diese werfen ihm vor, dass er ohnehin viel zu oft nicht in Hannover sei. Und außerdem trifft den Sportdirektor an der derzeitigen sportlichen Situation mindestens eine gleichgroße Schuld wie Korkut, denn er ist ebenso verantwortlich für die Zusammenstellung der Mannschaft. Aus 96-Kreisen ist zu hören, dass sich Dufner mit dieser Reise keinen Gefallen tut.



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