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96 und die Chancen in Schalke

Spiel, Spaß und Sieg

Der Plan von Trainer Tayfun Korkut geht auf: Hannover 96 ist so erfolgreich wie lange nicht und auch gegen Schalke 04 nicht chancenlos.

veröffentlicht am 06.02.2014 um 22:09 Uhr
aktualisiert am 09.02.2014 um 00:15 Uhr

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„Zwei mal drei macht sechs, widewidewitt und drei macht neune.“ Es ist nicht überliefert, ob sich Pippi Langstrumpf für Fußball im Allgemeinen und für Hannover 96 im Besonderen interessiert hat. Gut möglich ist jedoch, dass auch dem stärksten Mädchen der Welt die beherzten und beachtlichen Auftritte der „Roten“ gegen den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach imponiert hätten. Und umgekehrt würde der Fußball-Bundesligist die leicht abgewandelte Rechnung im Lied der schwedischen Kinderbuchfigur vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim FC Schalke 04 (Anpfiff: 17.30 Uhr) sofort unterschreiben.

Gemeinsam haben Pippi Langstrumpf und Hannover 96, dass sie ihre Anhänger gut unterhalten und Freude machen – was zumindest bei den „Roten“ lange Zeit nicht der Fall war. „Es hat mal wieder Spaß gemacht“, war einer der häufigsten Sätze an den 96-Stammtischen nach dem 3:1 im Heimspiel gegen Gladbach. Für die gute Stimmung unter den Fans sorgte natürlich der perfekte Rückrundenstart mit sechs Punkten, doch unabhängig von den Ergebnissen waren die Zuschauer auch froh darüber, endlich wieder ein 96-Team zu sehen, das sich nicht nur darauf beschränkt, den Ball aus der Abwehr hoch und möglichst weit nach vorne auf den Kopf von Mame Diouf zu schlagen.

Stattdessen versucht es die Mannschaft nun wieder mit spielerischen Lösungen und beginnt damit, den Plan des neuen Trainers Tayfun Korkut umzusetzen. Das klappt nicht immer, aber immer öfter. Und mit jeder gelungenen Kombination, mit jedem Doppelpass, der ankommt, wächst auch das Selbstvertrauen. Von der Verunsicherung, von der das Team in den letzten Monaten des vergangenen Jahres befallen war, befreien sich die Profis immer mehr.

Der wachsende Glaube an die eigene Qualität ist ein Grund für den Erfolg der „Roten“. Es gibt aber noch weitere Gründe, warum es bei 96 zurzeit so gut läuft und deshalb am Sonntag „auf Schalke“ auch der dritte Sieg in Folge drin ist.

Dominanz und Ballbesitz, das waren auch während der erfolgreichen Europapokalzeiten der „Roten“ nicht die herausragenden Qualitäten des Teams. Verlassen konnte sich 96 damals jedoch auf seine Effektivität. Lange Zeit fehlte diese Kaltschnäuzigkeit, jetzt ist sie wieder da. In den beiden Spielen der Rückrunde konnten die Stürmer auch deshalb wieder eiskalt zuschlagen, weil die Angreifer wieder öfter und besser in Szene gesetzt wurden.

: Das 96-System von Trainer Korkut funktioniert nur, wenn auch alle Spieler in der Defensive ihre Aufgaben erfüllen. Das gilt besonders für die Offensive mit Mame Diouf, Artjoms Rudnevs, Leonardo Bittencourt und Szabolcs Huszti. Weil sie mithelfen, die Räume eng zu machen, gibt es für den Gegner kaum Anspielstationen. Und wenn der Gegner nicht weiß, wohin mit dem Ball, ist schon eine Menge gewonnen. Zudem ergeben sich daraus Ballgewinne, die zu Konterchancen und im besten Fall zu Toren führen. Um das zu erreichen, muss die Mannschaft jedoch ständig in Bewegung sein, verschieben, pressen und stören.

Die Abwehr profitiert enorm von der großen Laufleistung ihrer Vorderleute. Zudem gibt es im Zentrum kaum ein Durchkommen, weil Lars Stindl und Manuel Schmiedebach dort als „Sechser“ aufräumen. In der Innenverteidigung ergänzt sich das neue Duo Marcelo und André Hoffmann gut, und auf der rechten Abwehrseite scheint Neuzugang Frantisek Rajtoral endlich die Tage der offenen Tür zu beenden. Großchancen für den Gegner werden seitdem immer seltener.Das alles ist keine Garantie dafür, dass es am Sonntag mit dem nächsten Sieg klappt. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Das schafft nur eine.



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