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Rotation gegen Enschede

Slomka poltert wegen Kind

Die öffentlich ausgetragene Debatte um die Vertragsverlängerung von Trainer Slomka sorgt bei Hannover 96 mal wieder für Ärger. Vor dem Europa-League-Duell gegen Enschede ist Slomka nun sauer auf Clubchef Kind. Die Pose überlagert den Kampf um den Gruppensieg.

veröffentlicht am 21.11.2012 um 14:18 Uhr
aktualisiert am 21.11.2012 um 15:06 Uhr

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Die quälende Posse um die Vertragsverlängerung von Trainer Mirko Slomka bei Hannover 96 geht in die nächste Runde. Das neueste Kapitel stört den Fußball-Bundesligisten nun in der Vorbereitung auf das vorletzte Vorrundenspiel der Europa League am Donnerstag gegen Twente Enschede und den Kampf um den Gruppensieg. „Es hat mich sehr erschrocken, was ich da lesen musste“, polterte Slomka zu Beginn der routinemäßigen Pressekonferenz am Mittwoch. Doch bei 96 ist momentan alles andere als routinemäßig.

Seit Monaten schon zieht sich die angeblich von beiden Seiten angestrebte Vertragsverlängerung, obwohl angeblich nur noch Details zu klären sind. Welche vermeintlichen Details das sind, verriet Clubchef Martin Kind anscheinend etwas zu offenherzig. „Es geht Slomka etwa um das Thema Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die Frage, ob sein Gehalt bis zu einem halben Jahr weitergezahlt wird. Oder ob die gesetzliche Regelung von sechs Wochen gilt und dann die Krankenkasse zahlt. Unbedeutende Sachen, über die man nicht reden muss“, sagte Kind am Mittwoch der „Sport Bild“.

Dies brachte Slomka auf die Palme. „Ich kann feststellen, dass weder ich noch mein Berater irgendwann etwas gefordert haben“, beteuerte der Coch, der am Morgen sogleich seinen Chef anrief. „Ich habe mit Martin Kind gesprochen. Er hat sich bei mir entschuldigt“, berichtete Slomka hernach. Erst am Wochenende hatte er selbst für Verwirrung gesorgt. In Radio hatte der 45-Jährige eine Entscheidung „pro Hannover“ angekündigt, dies aber später wieder relativiert.

Die öffentlich ausgetragene Debatte kommt zur Unzeit in einer richtungsweisenden Saisonphase. Gegen Twente spielt Hannover am Donnerstag um den Gruppensieg, der ein Duell in der Zwischenrunde mit einem Champions-League-Absteiger verhindern würde. Und in der Bundesliga müssen die Niedersachsen keine 43 Stunden später am Samstag zum Auftakt einer englischen Woche beim Rekordmeister Bayern München antreten. „Das ist natürlich sehr ärgerlich. Normalerweise brauchen wir nach einem Spiel 48 Stunden. Jetzt ist es etwas weniger. Aber wir haben Möglichkeiten, das zu schaffen“, sagte Slomka.

Was der Coach der bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Niedersachsen meint, ist die Rotation gegen Enschede. Gegen den vom früheren Wolfsburger Bundesligacoach Steve McClaren trainierten Tabellenzweite der niederländischen Ehrendivise könnten gleich drei Reservisten in die Startelf rücken: Der von einer Hirnhautentzündung genesene Neuzugang Adrian Nikci, der zuletzt wegen Verschlafens gescholtene Manuel Schmiedebach und Linksverteidiger Christian Pander. Notgedrungen muss Slomka auch im Sturm umstellen. Mame Diouf leidet an einem Bluterguss im Knie. „Eine Spielbelastung wäre nicht ratsam. Das Risiko gehen wir nicht ein“, kündigte der Coach an.

Von einer B-Elf wollte der Coach aber nichts wissen. „Wir werden dennoch eine Formation auf den Platz schicken, die gewinnen kann.“ Sollten die Spanier von UD Levante bei Helsingborgs IF patzen, könnte ein Sieg gegen Twente bereits den Gruppensieg bescheren. „Wir möchten die Tabellenführung unbedingt behalten“, kündigte Slomka an.



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