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Der 96-Trainer genießt den Sieg

Slomka ist wieder glücklich und entspannt

Heute war unser Bundesliga-Tag: Nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag können 96-Coach Mirko Slomka und Sportchef Dirk Dufner erst einmal aufatmen.

veröffentlicht am 02.12.2013 um 08:56 Uhr
aktualisiert am 05.12.2013 um 00:15 Uhr

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Auch das wäre dann geklärt. „Da werden wir wohl nicht drum herumkommen“, sagte ein gut gelaunter Dirk Dufner, als ihm gestern am frühen Abend die Frage gestellt wurde, ob er nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt mit Mirko Slomka auf den Sieg mit einem Bier anstoßen werde. Es hatte ja auch lange nichts zu feiern gegeben bei Hannover 96. Der Sportdirektor und vor allem der Trainer hatten es zu spüren bekommen, wie die öffentliche Stimmung im Gleichschritt mit der Tabellenplatzierung kontinuierlich in den Keller gegangen war und zuletzt immer dunklere Züge angenommen hatte.

Nun wurde das Licht wieder angeknipst, passend zum 1. Advent. Und zur rechten Zeit, um den Druck auf die Mannschaft und die Verantwortlichen nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Slomka wirkte sichtlich entspannt, als der 2:0-Erfolg eingefahren war, mit dem sein Team einen Satz auf den 9. Tabellenplatz machte, wo man es gut aushalten kann und Gelegenheit zum Durchatmen ist. „Wir sind glücklich über die drei Punkte“, sagte er. Vor der Fernsehkamera posierte Slomka zuvor lächelnd und war guter Dinge. Da war er wieder ganz der Alte, wie man ihn aus jener Zeit in Erinnerung hat, in der Siege zum 96-Standardrepertoire gehörten und nicht oben auf der vorweihnachtlichen Wunschliste standen. Einer, der von sich sagen kann, es richtig gemacht zu haben. Und nicht der Coach, der vor Kurzem noch eingeräumt hatte, unter der Serie von Misserfolgen zu leiden.

Der 46-Jährige hatte den Sieg gegen die Frankfurter nicht versprochen. Aber er hatte unter der Woche die Richtung vorgegeben, wie es damit klappen kann. „Laufstark, willig und frech sein“ – das hatte er seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Sie tat ihm in einer sportlich kritischen Lage den Gefallen und parierte aufs Wort. Jeder habe für jeden gekämpft, sagte Steven Cherundolo, der Slomka schon so lange kennt. Auch aus Tagen, an denen bei 96 nicht die Sonne schien. „Wir haben eine nicht einfache Situation, das wissen wir schon seit Wochen.“ Dieser Satz fiel gestern auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Er stammte allerdings nicht von Slomka, sondern von Armin Veh. Der 96-Trainer schaute dabei kurz rüber zu seinem Kollegen. Die Erleichterung, selbst nicht so einen Satz aussprechen zu müssen, sondern es besser gemacht zu haben, war förmlich zu spüren. „Heute war unser Bundesliga-Tag“, sagte Slomka kurz danach. Wer wollte da widersprechen

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