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96 verliert bei Hoffenheim

Schwach und schwächer

Willkommen im Abstiegskampf: Nach einer vor allem in der 2. Halbzeit enttäuschenden Vorstellung verlor Hannover 96 bei 1899 Hoffenheim mit 1:3 und muss nun am Sonntag gegen Bremen unbedingt gewinnen – sonst könnte es im Saisonendspurt noch einmal ungemütlich werden.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 22:38 Uhr
aktualisiert am 29.03.2014 um 00:15 Uhr

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Was kann man sich Besseres wünschen als einen frühen Treffer in einem Auswärtsspiel? 96 erfüllte sich den Wunsch jeder Mannschaft in der 10. Minute: Leon Andreasen, sonst eher ein seltener Gast im gegnerischen Strafraum, erzielte das 1:0 nach feinem Pass von Lars Stindl.

Idealer konnte es eigentlich nicht laufen für 96: Wenn eine Elf wie Hoffenheim, die in der Defensive auch gestern erhebliche Schwächen zeigte, noch mehr als ohnehin schon riskieren muss, bieten sich erstklassige Kontermöglichkeiten. Das Einzige, was man dafür tun muss, ist den Vorsprung über einen längeren Zeitraum abzusichern. 96 schaffte das am Mittwochabend drei Minuten lang …

Eugen Polanski erzielte mit einem Schuss aus 16 Metern viel zu schnell das 1:1 (13. Minute) für die Gastgeber, vorausgegangen war eine ungeschickte Kopfballabwehr des auch sonst nicht immer sicheren Hiroki Sakai.

Danach entwickelte sich in der spärlich besetzten Rhein-Neckar-Arena eine Partie, die nicht besonders aufregend war. Die Hannoveraner hatten in der 1. Halbzeit mehr Ballbesitz (56 Prozent), aber den verdienten sie sich vor allem mit einer Vielzahl von unproduktiven Querpässen. Ging es mal nach vorne, meist mit einem lang geschlagenen Ball, war schnell Schluss mit der Offensivherrlichkeit.

Lediglich drei hannoversche Torschüsse wies die Statistik in der 1. Halbzeit auf. Die Hoffenheimer kamen vor der Pause immerhin auf zwölf, richtig gefährlich wurde es für 96-Torwart Ron-Robert Zieler aber nur bei einem Kopfball von Anthony Modeste und einem Schuss von Sebastian Rudy, der vorbeiging.

96-Trainer Tayfun Korkut konnte mit Artjoms Rudnevs wieder einen gelernten Stürmer aufbieten, dazu den emsigen, aber oft zu verschnörkelt spielenden Leonardo Bittencourt. Um gerade einen wie Rudnevs besser in Aktion bringen zu können, braucht es mehr Flanken und genauere Pässe, an beidem fehlte es im hannoverschen Offensivspiel.

Das Problem: 96 wurde nach der Pause nicht besser, sondern immer schwächer. Logische Folge war die Hoffenheimer Führung durch Modeste (51.), nachdem Roberto Firmino (er verlängerte seinen Vertrag bei der TSG gestern bis 2017) den Ball genau zwischen Manuel Schmiedebach und Andre Hoffmann hindurch gespielt hatte.

Der Treffer wirkte lähmend auf die diesmal in Grün spielenden „Roten“, die froh sein konnten, dass sie bei weiteren Torchancen von Rudy (56.) und Modeste (65.) nicht früh endgültig aus dem Rennen waren. Mit wenig hannoverscher Gegenwehr konnte Hoffenheim nun kombinieren. Nur viel Glück und Torwart Zieler – stark in der 73. Minute gegen Firmino – verhinderten Schlimmeres, bis Zieler in der Nachspielzeit selbst patzte und Rudy das 3:1 ermöglichte.

Auch zwei negative Höhepunkte gab es: Der schwache Schmiedebach sah nach rüdem Foul an Modeste die Rote Karte (76.), die 300 hannoverschen Fans fielen mit Schmähgesängen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp auf.

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