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1:2 bei Mainz 05

Schlechte Laune bei Hannover 96 nach Niederlage in Unterzahl

Spiele zwischen Hannover 96 und Mainz 05 sind für die Zuschauer oft ein besonderes Erlebnis. In der vergangenen Saison gelang 96 in letzter Minute noch der Ausgleich zum 1:1. Jetzt drehte Mainz den Spieß zum späten Sieg um - in Unterzahl.

veröffentlicht am 02.12.2012 um 12:49 Uhr

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Mirko Slomka hatte mehr als schlechte Laune. „Wenn man in der 90. Minute mit Überzahl in so einer Situation einen Treffer kassiert, dann kann man schon sauer sein“, kommentierte der Trainer von Hannover 96. Fast eine komplette Halbzeit durfte sein Team nach dem Platzverweis des Mainzer Keepers Christian Wetklo wegen eines absichtlichen Handspiels außerhalb des Strafraums mit einem Mann mehr spielen - doch Hannover konnte das nicht nutzen und kassierte zu allem Überfluss auch noch einen Treffer in der letzten Minute.

Slomka gab sich wenig Mühe, seine Laune zu verbergen. Auf die Frage, wie er nun die nächsten Spiele vor der Winterpause angehe, antwortete er: „Was wäre jetzt Ihr Ziel? Besser spielen und gewinnen ist immer gut.“

Zuvor hatte der verärgerte Coach kommentiert: „Der Unterschied zwischen Mainz und uns lag darin, dass wir in der 90. Minute einen klaren Ballbesitz verschenkt und eine Flanke zugelassen haben. Dann haben wir den gegnerischen Stürmer im Zentrum zum Kopfball kommen lassen und gehen dort nicht ordentlich hin.“ Die 96-Spieler schauten tatsächlich nur zu, wie Adam Szalai das entscheidende Tor erzielte und sich anschließend bei seinem Jubel das Trikot vom Körper riss.

Nicolai Müller (10.) und Christian Schulz (28.) hatten vor der Pause getroffen, ehe der berechtigte Platzverweis für den ungestümen 05-Keeper in 49. Minute für einen klaren Vorteil für Hannover sorgte. „Normalerweise müssen wir selbstverständlich den Punkt mitnehmen“, gab Jan Schlaudraff zu.

Der 96-Offensivspieler wirkte bei seinen Erklärungsversuchen ähnlich hilflos wie sein Team zuvor auf dem Platz. „Nach der Roten Karte haben wir es nicht geschafft, die Überzahl für uns in irgendeiner Art zu nutzen“, sagte Schlaudraff: „In Überzahl zu spielen ist für uns nicht unbedingt ein Vorteil. Wir tun uns unheimlich schwer, wenn der Gegner tief steht und wir mit einem Mann mehr auf dem Platz stehen.“

Die in den Vorjahren so effektiven Hannoveraner, die sich in der zurückliegenden Saison in Mainz mit einem Last-Minute-Treffer einen Punkt gesichert hatten, sind außer Form und wirken müde. Die 96-Profis scheinen dringend eine Pause zu benötigen. Doch im zehnten Europapokal-Spiel der laufenden Spielzeit muss Hannover am Donnerstag bei UD Levante antreten und kann mit einem Remis den Gruppensieg perfekt machen, ehe vor der Winterpause noch zwei Bundesligapartien und das DFB-Pokal-Achtelfinale bei Borussia Dortmund auf dem Programm stehen.

Danach soll der Vertrag von Slomka verlängert werden, zumindest wenn es nach Clubchef Martin Kind geht, der nach dem langen Hin und Her überraschend zuversichtlich ist. „Ich würde sogar darauf wetten“, sagte der 96-Chef im Radiosender NDR 2 auf die Frage, ob Slomka bis zum 20. Dezember einen neuen Vertrag unterschreiben werde. Einen Plan B habe er nicht, sagte Kind. „Ich bin absolut optimistisch, und ich bin inzwischen auch überzeugt, dass wir weitere drei Jahre nach dem 1.7.2013 mit Mirko Slomka erleben werden“, betonte Kind.



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