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Offizielle Mitteilung

Schaaf bleibt nicht 96-Trainer in der 2. Liga

Jetzt ist es offiziell: Wenn Hannover 96 absteigt, wird Thomas Schaaf nicht Trainer des Bundesligisten bleiben. Das teilte der Verein am Mittwochnachmittag offiziell mit. Demnach haben sich beide Seiten einvernehmlich geeinigt. Wer Schaafs Nachfolger werden soll, ist noch unklar.

veröffentlicht am 30.03.2016 um 17:08 Uhr
aktualisiert am 02.04.2016 um 00:21 Uhr

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Einen Moment lang herrschte am Mittwoch Spannung am Rande des Trainingsplatzes von Hannover 96, der gegenüber der Mehrkampfanlage liegt. Das Gelände hat einen Sichtschutz vor ungewollten Kiebitzen – und als die Ordner um 15 Uhr begannen, den Vorhang zu lüften, da war Thomas Schaaf zu sehen. Der Cheftrainer des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga leitete wie in den Vortagen das Training.

Der 54-Jährige und sein Arbeitgeber lüfteten zwei Stunden später aber ein Stück weit das Geheimnis um die Zukunft von Schaaf. In einer kurzen Mitteilung der Hannover 96 GmbH amp; Co. KGaA, die den Profibetrieb bei den „Roten“ verantwortet, hieß es: Beide Seiten hätten sich „einvernehmlich darauf geeinigt, im Abstiegsfall eine Zusammenarbeit in der 2. Liga nicht fortzusetzen“.

Damit sind vorläufig alle Spekulationen um den Coach beendet, die von einem sofortigen Abschied bis hin zu einer Weiterbeschäftigung in der 2. Liga reichten. 96-Geschäftsführer Sport Martin Bader sagte: „Wir sind gemeinsam mit Thomas Schaaf in die Analyse gegangen und sind zum Entschluss gekommen, dass wir bei einem nicht erfolgten Klassenerhalt den Vertrag nicht verlängern werden. Beide Parteien sind der Überzeugung, dass ein personeller Neuanfang auf der Trainerposition die beste Lösung ist.“

Bader ließ damit den Worten Taten folgen. Nach der 0:1-Niederlage in Frankfurt vor anderthalb Wochen hatte er gesagt, dass „96 die Trainerpersonalie jetzt angehe“. Tatsächlich führte er eine zügige Klärung herbei – wobei er auch betonte, dass im Falle eines Klassenerhalts der Mannschaft Schaaf selbstverständlich im Amt bleibe. Um das zu erreichen, solle der Fokus weg von Spekulationen über die Zukunft und zurück auf das Sportliche gerichtet werden. „Wir haben noch sieben Spiele und brauchen Punkte“, sagte der Geschäftsführer Sport. „Mit dem Sammeln wollen wir am Sonnabend gegen den Hamburger SV anfangen. Es ist auch wichtig, unseren Fans zu zeigen, dass wir uns auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren.“

Schaaf hieb in dieselbe Kerbe: „Meine volle Konzentration liegt nun auf der Vorbereitung der Mannschaft auf die nächsten Spiele“, sagte der 96-Cheftrainer. Seinen Abschied im Abstiegsfalle bezeichnete er als „die richtige Lösung“.

Im Prinzip haben Hannover 96 und Schaaf alles auf Anfang gesetzt: Der Trainer bleibt so lange bei den „Roten“, wie diese in der 1. Bundesliga spielen. Das war bereits im Kontrakt festgehalten worden, der Ende des vergangenen Jahres geschlossen worden war. Die Laufzeit ging bis zum 30. Juni 2017, allerdings war die Geltung auf die 1. Liga beschränkt worden. Und die Zeit von 96 in der Eliteliga geht am Ende dieser Spielzeit, genauer gesagt am 14. Mai, voraussichtlich zu Ende, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.

Die Entscheidung des Clubs hilft Schaaf vor allem, sein Gesicht zu wahren. Der frühere Meistertrainer von Werder Bremen hat die Möglichkeit, für einen „anständigen“ Abschied aus der 1. Liga zu sorgen, Bader und 96-Clubchef Martin Kind könnten zudem sofort offiziell und ohne schlechtes Gewissen mit der Nachfolgesuche beginnen. Bader betonte allerdings vehement, dass es „keine Zeitfenster“ inpuncto Kontaktaufnahme, Gespräche oder gar Verhandlungen mit möglichen Kandidaten gebe. Der Geschäftsführer wollte sich auch nicht zu der Frage äußern, ob die nun gefundene Sprachregelung auch für Schaafs Mitarbeiterstab gelte. „Darüber werden wir noch zu sprechen haben“, sagte er.

Von Heiko Rehbergund Carsten Schmidt



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