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Länderspielsperre

Ron-Robert Zieler muss gegen Holland zuschauen

Das Gefühl ist neu für ihn. Zumindest in der jüngeren Vergangenheit. Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwochabend in Amsterdam gegen die Niederlande aufläuft, dann muss Ron-Robert Zieler die ungewohnte Rolle des Fernsehzuschauers einnehmen.

veröffentlicht am 13.11.2012 um 23:56 Uhr
aktualisiert am 16.11.2012 um 06:15 Uhr

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Wegen der Roten Karte, die der Torhüter von Hannover 96 Mitte August in der Partie gegen Argentinien (1:3) sah, ist er für das heutige Freundschaftsspiel gesperrt. Zuvor war der 23-Jährige fester Bestandteil der deutschen Auswahl und in den vergangenen zwölf Monaten in 15 von 16 Länderspielen dabei. Nur beim Test gegen Frankreich (1:2) im Februar verzichtete Bundestrainer Joachim Löw auf Zieler.

Nun muss er also erneut zuschauen. Aber was die Situation dieses Mal vielleicht noch ein bisschen kniffliger für den Schlussmann der „Roten“ macht, ist die Tatsache, dass Löw neben Stammkeeper Manuel Neuer nicht etwa Marc-André ter Stegen nominierte, mit dem Zieler sich zuletzt die Stellvertreterrolle teilte, sondern den Hamburger René Adler. Dessen Comeback im deutschen Kader nach eineinhalb Jahren voller Verletzungen könnte die Torhütersituation in der Nationalmannschaft gehörig durcheinander wirbeln. Doch der 96-Schlussmann hat allen Grund, dabei eine breite Brust zu haben.

Nachdem er Ende Oktober nach der 2:3-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach, bei der er bei zwei von drei Gegentoren eine unglückliche Figur gemacht hatte, erstmals in seiner jungen Karriere etwas in die Kritik geraten war, zeigte er eine beeindruckende Reaktion. Bereits drei Tage nach der Bundesligapartie avancierte Zieler mit zwei gehaltenen Elfmetern gegen Dynamo Dresden zum Pokalhelden. Es folgten das erste Zu-Null-Spiel seit zwei Monaten gegen den FC Augsburg (2:0), der Europa-League-Erfolg gegen Helsingborgs IF (3:2), bei dem der Keeper die „Roten“ in der Schlussphase vor einem Rückstand bewahrte, und der 4:2-Sieg in Stuttgart, wo der 23-Jährige wieder die Ruhe ausstrahlte, die man zuvor ein wenig vermisst hatte.

Damit ließ Zieler seinen selbstbewussten Aussagen („Ich weiß, was ich kann“) Taten folgen. Und daher muss ihm im Kampf um die Torhüterposten im deutschen Team auch nicht bange sein. So blöd das Gefühl des Fernsehzuschauers für ihn heute Abend auch sein mag.

l  Vier „Rote“ im Einsatz: Während Zieler, Steven Cherundolo und Artur Sobiech (beide angeschlagen) heute nicht für ihre Nationalmannschaften spielen, ist ein 96-Quartett am Ball. Hiroki Sakai spielt in der WM-Qualifikation mit Japan gegen den Oman (Hinspiel: 3:0). Mohammed Abdeallaoue (mit Norwegen in Ungarn), Didier Ya Konan (mit der Elfenbeinküste in Österreich) und Samuel Radlinger (mit Österreichs „U 21“ gegen Griechenland) sind im Testspieleinsatz.



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