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EA Sports und Hannover 96

Realitätsverlust in der virtuellen HDI-Arena

Bei EA Sports arbeiten offensichtlich keine Fans von Hannover 96. Beim Computerspiel „Fußball-Manager 14“ orientieren sich die Programmierer nicht gerade an der Realität –

veröffentlicht am 01.12.2013 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 01.12.2013 um 13:44 Uhr

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An alles Mögliche haben die Programmierer beim Computerspiel „Fußball-Manager 14“ gedacht, das seit einigen Wochen in den Regalen steht: Realistische Gesichter, Originaltrikots, tolle Stadien. Aber Martin Kind haben sie vergessen. Oder besser gesagt: Die große Geduld, die der Klubchef von Hannover 96 in sportlichen Krisenzeiten beweist.

Da wählt man – als Redakteur der HAZ ganz selbstverständlich – die „Roten“ als Startverein für seine Trainerkarriere. Und dann das. Zugegeben, der Saisonstart hätte besser sein können. Irgendwie scheint die Chemie im Team nicht zu stimmen. Es läuft nicht rund. Aber dass man bei einem Europapokalkandidaten nach gerade einmal sieben Spielen ohne Sieg den Stuhl vor die Tür gesetzt bekommt, ist doch wirklich unrealistisch. Vor allem in Hannover. Denn da gibt es schließlich Martin Kind.

Aber nicht bei EA Sports. Da heißt der Klubchef irgendwie anders. Und wir finden uns nach kurzer Arbeitssuche plötzlich bei einem italienischen Zweitligisten mit dem schönen Namen Delfino Pescara wieder. Also wechseln wir enttäuscht das Spiel. Wieder von EA Sports. Und bei „Fifa 14“ läuft die Karriere auch viel besser. Natürlich starten wir wieder bei 96. Dass uns der Klub als 18-jährige Mittelfeldhoffnung schnell zu Arminia Bielefeld ausleiht, schlucken wir tapfer. Zumal es in der 2. Liga super läuft. Der Anruf aus Hannover, dass ich zurückkommen soll, muss jeden Augenblick kommen. Aber halt. Ein ausgeliehenes Talent, das zu 96 zurückkehrt und hier durchstartet? Ich kann mich an keinen solchen Fall erinnern. Aber andererseits: Mit der Realität haben es die Programmierer von EA Sports ja nicht so ...

Die Spiele „Fifa 14“ und „Fußball-Manager 14“ von EA Sports für PC kosten 50 beziehungsweise 40 Euro.

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