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Niedersachsenderby

Polizeivize appelliert an friedliche Fans

Zwei Tage vor dem Niedersachsenderby ruft Braunschweigs Polizeivizepräsident Roger Fladung die friedlichen Fußballfans zu Protesten gegen die Chaoten auf.

veröffentlicht am 03.04.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 06.04.2014 um 00:15 Uhr

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„Ich fände es gut, wenn die Vernünftigen lautstark ihr Missfallen über Krawall, Unsportlichkeit und Beleidigungen ausdrücken würden. Sie sollten deutlich machen, dass sie so etwas im Sport nicht wollen“, sagt Fladung der HAZ. Der 51-Jährige leitet am Sonntag den Großeinsatz der Polizei, mit dem Ausschreitungen beim Bundesliga-Fußballspiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 in Braunschweig verhindert werden sollen. Rund 3300 Polizisten werden im Einsatz sein.

Nach Angaben von Fladung rechnen die Behörden damit, dass die Zahl der anreisenden Chaoten größer sein wird, als bisher angenommen wurde. Allein aus Hannover werden 1200 gewaltbereite Fans erwartet, bisher war von 1000 die Rede gewesen. Zudem gibt es offenbar Hinweise darauf, dass diese Gruppen von Schlägern anderer Vereine Unterstützung bekommen. „Es besteht die Möglichkeit, dass so genannte „Koalitionäre“ nach Braunschweig kommen, möglicherweise auch Straftäter, die mit der Fußballszene eigentlich nichts zu tun haben“, sagt Fladung. Der Polizeivizepräsident spielt damit auf die Fanfreundschaft zwischen den Anhängern von Hannover, Hamburg und Bielefeld, der sogenannten Nordallianz, an. Die Fans von Eintracht Braunschweig sind hingegen mit den Anhängern der Klubs in Magdeburg und Basel freundschaftlich verbunden.

Sollte es zu Ausschreitungen kommen, haben die Behörden die Möglichkeit, die Gewalttäter noch am Sonntag in sogenannten Schnellverfahren zu verurteilen. Dazu stehen während des Derbys Staatsanwälte und Richter abrufbereit. Einsatzleiter Fladung rät daher allen Fußballfans, die keine Eintrittskarte haben, nicht nach Braunschweig zu kommen. „Wir möchten Konfrontationen rivalisierender Fans – insbesondere außerhalb des Stadions – vermeiden“, sagt er

In den vergangenen Tagen hat es in Hannover vermehrt Aktionen von Eintracht-Fans gegeben um die Anhänger der „Roten“ zu provozieren. So wurde der Fanshop am Stadion beschmiert. Außerdem wurden Beutel mit blauer und gelber Farbe an die Waterloosäule und an die Fassade der Fankneipe „Nordkurve“ geworfen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. „Es hat diese wenigen, zum Teil geschmacklosen Provokationen gegeben. Ich nehme aber an, dass die Vernünftigen empört auf solche Taten reagieren“, sagt Einsatzleiter Faldung.

Unterdessen wird in der hannoverschen Fanszene weiter heftig über das Procedere bei der Vergabe der Eintrittskarten für das Derby diskutiert. Die 2200 Gästetickets wurden unter den Bewerbern ausgelost. Die Anreise in vom Verein zur Verfügung gestellten Bussen ist verpflichtend. Die Fans werden mit 50 Bussen in sieben Konvois nach Braunschweig gefahren. Aus Protest dagegen wollen einige Anhänger der „Roten“ dem Spiel fern belieben. Andere planen zwar den Stadionbesuch, wollen dort die Mannschaft aber nicht mit den sonst üblichen Gesängen anfeuern. Heute entscheidet das Amtsgericht Hannover über die Klagen mehrerer Auswärtsdauerkartenbesitzer, die sich gegen die Pflicht zur gemeinsamen An- und Abreise wehren.



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