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Manuel Schmiedebach und André Hoffmann

Plötzlich Gewinner

Unter Trainer Mirko Slomka spielten Manuel Schmiedebach und André Hoffmann zuletzt kaum noch eine Rolle. Beim neuen Coach Tayfun Korkut sind die beiden 96-Profis wieder eine feste Größe.

veröffentlicht am 05.02.2014 um 07:57 Uhr
aktualisiert am 08.02.2014 um 00:15 Uhr

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Nein, ein Torjäger wird Manuel Schmiedebach garantiert nicht mehr. Noch immer wartet der Mittelfeldspieler von Hannover 96 auf seinen ersten Treffer in der Fußball-Bundesliga, auch nach 108 Einsätzen steht bei dem 25-Jährigen noch die Null. Allzu sehr wird ihn diese Statistik jedoch nicht ärgern, und auch die Frotzeleien der Kollegen in der Kabine lächelt Schmiedebach zurzeit entspannt weg. Wer weiß, vielleicht liegt ja auf seiner Rückennummer ein Tor-Fluch: Vor eineinhalb Jahren hat er die Acht von Altin Lala übernommen.

Genau wie der ehemalige Publikumsliebling hat auch Schmiedebach andere Stärken als das Toreschießen und ist froh darüber, dass er diese endlich wieder zeigen kann. Unter Trainer Mirko Slomka spielte der Berliner im vergangenen Jahr kaum noch eine Rolle, statt Stamm- war er plötzlich nur noch Ergänzungsspieler. Doch unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut ist der kleine Kämpfer auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld wieder eine feste Größe.

Das trifft auch auf André Hoffmann zu. Vor gut einem Jahr kam der 20-Jährige vom Zweitligisten MSV Duisburg zu den „Roten“ und erkämpfte sich sofort einen Platz in der Startelf. In der Hinrunde kam Hoffmann jedoch nur selten über die Rolle des Reservisten hinaus, seine Dienste waren unter Slomka immer seltener gefragt. Beim erfolgreichen Rückrundenstart durch die Siege in Wolfsburg und gegen Mönchengladbach stand Hoffmann dann als Innenverteidiger wieder in der Anfangself und sorgte mit dafür, dass der 96-Laden hinten viel dichter war als zuvor. Schmiedebach und Hoffmann, das sind die beiden großen Gewinner des Trainerwechsels.

Die Entwicklung bei den beiden 96-Profis zeigt, wie schnell im Fußball aus Verlierern Sieger werden können und dass es sich irgendwann auszahlt, wenn man geduldig auf seine Chance wartet. Große Worte sind ohnehin nicht das Ding der beiden, gerade Schmiedebach gilt als introvertiert, als einer, der nur den Mund aufmacht, wenn’s unbedingt nötig ist. Er profitiert davon, dass seine Stärken im neuen Spielsystem von Trainer Korkut voll zum Tragen kommen.

Wie zu den erfolgreichen Europapokalzeiten der „Roten“, als der 25-Jährige zusammen mit Sergio Pinto auf der sogenannten Sechser-Position spielte, kann Schmiedebach seine Zweikampfstärke sowie seine hohe Laufbereitschaft nun wieder ausspielen. Zusammen mit Kapitän Lars Stindl macht der Berliner die Räume eng und ist zur Stelle, wenn Hilfe nötig ist. Die beiden legten beim 3:1-Sieg gegen Gladbach auch die größte Laufdistanz zurück, Stindl hatte mit 13,12 Kilometern den Topwert bei 96, gefolgt von Schmiedebach, der es auf gute 12,43 Kilometer brachte.

Wie gut das neue Duo funktioniert und harmoniert, zeigen auch die Werte bei Ballbesitz und Pässen, in denen Schmiedebach auf Platz 1 vor Stindl liegt. Im Gegensatz zur Hinrunde, als der Berliner – wenn überhaupt – auf der rechten Außenbahn spielen musste, kommen seine Qualitäten als attackierende Anspielstation in der Zentrale viel besser zur Geltung. Und wie das mit dem Toreschießen geht, kann ihm ja Hoffmann verraten.

Der 20-Jährige hat schon zwei Treffer für 96 auf dem Konto, das Premierentor erzielte er sogar gegen die Bayern. Irgendwann wird es auch bei Schmiedebach klappen, schließlich hat selbst Lala in seinem 112. Bundesligaspiel für die „Roten“ den Ball ins Tor gebracht.



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