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Zukunft von Ron Robert Zieler

Perfektionist sucht Perspektive

Die Zukunft von Ron-Robert Zieler bei Hannover 96 ist offen, ein konkretes Angebot gibt es für den Torwart nicht. Nach drei Jahren als Nummer 1 bei den „Roten“ und mehr als 100 Bundesligaspielen ist Zieler jedoch im passenden Alter, um den nächsten Schritt zu machen.

veröffentlicht am 17.02.2014 um 22:16 Uhr
aktualisiert am 20.02.2014 um 00:15 Uhr

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Der Frust musste einfach raus. Der Mainzer Treffer am vergangenen Freitag zum 2:0-Endstand in der letzten Minute spielte keine Rolle mehr, das Spiel war ohnehin verloren. Doch für den Perfektionisten Ron-Robert Zieler gab es noch Gesprächsbedarf. Während die Mainzer jubelten, knüpfte er sich Szabolcs Huszti vor, der den Konter durch einen Ballverlust eingeleitet hatte. Bis zu dieser Szene hatte der Torwart von Hannover 96, der am vergangenen Mittwoch 25 Jahre alt geworden ist, seine Mannschaft mit zahlreichen Glanzparaden im Spiel gehalten. Doch Zielers starke Vorstellung reichte nicht, um die nächste Auswärtsniederlage des Fußball-Bundesligisten zu verhindern.

Während seine Vorderleute nach dem erfolgreichen Start in die Rückrunde nun wieder altbekannte Schwächen zeigen, liefert Zieler in dieser Saison konstant gute Leistungen ab, für die „Roten“ könnte seine gute Form im Kampf um den Klassenerhalt noch von großer Bedeutung sein. Ein Torwart, auf den man sich verlassen kann, der ruhig und souverän auftritt, gibt Sicherheit.

Jede gute Parade hilft 96 – aber auch Zieler selbst. Denn der Keeper hat neben der Situation der Mannschaft auch seine eigene Zukunft im Blick. Zwar hat der Keeper noch einen Vertrag bis 2015, doch aufgrund einer Ausstiegsklausel kann er Hannover bereits im Sommer verlassen, wenn ein Klub bereit ist, für ihn 6,5 Millionen Euro zu zahlen. 96 würde seinen Nationalspieler gerne längerfristig an sich binden, laut Sportdirektor Dufner laufen die Vertragsverhandlungen schon länger. Ein „unterschriftsreifes Angebot“ liegt nach Angaben von Zielers Berater Gunther Neuhaus aber nicht vor. „Ich denke, dass 96 noch sortieren muss, was machbar ist“, sagte Neuhaus.

Viel mehr als einen besser dotierten Vertrag hat Dufner im Poker um den Nationaltorwart nicht in der Hand. Mindestens genauso wichtig dürften Zieler jedoch die sportlichen Perspektiven sein. Nach drei Jahren als Nummer 1 bei den „Roten“ und mehr als 100 Bundesligaspielen ist er im passenden Alter, um den nächsten Schritt zu machen und zu einem Klub zu wechseln, bei dem die Wahrscheinlichkeit auf internationale Spiele größer ist als bei 96. Da die Topklubs der Bundesliga auf den Torwartpositionen zurzeit gut besetzt sind, ist ein Wechsel ins Ausland eine vorstellbare Option. Zurzeit gebe es jedoch „keine konkreten Angebote“, sagte Neuhaus.

Durch einen Wechsel zu einem Topverein würden sich auch seine Chancen in der Nationalelf erhöhen, in der momentan Roman Weidenfeller und René Adler die Plätze hinter Manuel Neuer vom FC Bayern besetzt haben. Mit herausragenden Leistungen wie gegen Mainz kann Zieler weiter Werbung in eigener Sache machen. Etwas anderes bleibt ihn zurzeit auch nicht übrig.



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