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Analyse zur 96-Niederlage

Ohne Klasse, Willen und Leidenschaft

Weiter auf dem letzten Platz und doch ein neuer Tiefpunkt: Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat mit der 0:1-Niederlage gegen Mainz 05 und einer schlimmen Vorstellung fast alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt verspielt.

veröffentlicht am 06.02.2016 um 18:45 Uhr
aktualisiert am 09.02.2016 um 00:21 Uhr

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„Wir haben in keiner Sekunde rein gefunden ins Spiel.“ Mit dem Satz von 96-Trainer Thomas Schaaf ist fast alles gesagt über eine indiskutable Vorstellung. Denn 96 fehlte nicht nur die Klasse, sondern auch der Wille und die Leidenschaft. Den ersten Schuss aufs Tor der Mainzer gab es in der 53. Minute (Adam Szalai), die erste Torchance (Hugo Almeida) in der 70. Minute. Nur einmal, bei einem Almeida-Freistoß, musste sich der Mainzer Torhüter Loris Karius überhaupt strecken – zehn Minuten vor dem Abpfiff. Spätestens mit dem Mainzer Tor von Bustara Samperio, genannt Jairo (24. Minute), verlor die 96-Mannschaft endgültig jeden Glauben an sich selbst.

Es deutete sich an, und hätte trotzdem nicht passieren müssen. In der Nähe von Torschütze Jairo standen genau sechs hannoversche Profis, die nichts unternahmen, um den Mainzer zumindest zu stören bei seiner schnellen Drehung.

Die Slapstick-Nummer von Hotaru Yamaguchi und Uffe Bech in der 33. Minute. Bech dribbelte quer durch das Mittelfeld, bis er vom Japaner, der im Weg stand, gestoppt wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten der 35 596 Zuschauer eine Ahnung davon, dass es kein Happy End für die „Roten“ geben wird.

Von der Leistung her war das der Mainzer Julian Baumgartlinger. Präsenz, Cleverness, Führungspersönlichkeit: So einen hat 96 nicht. Bei den „Roten“ lieferte Alex Milosevic bei seinem Einstand eine sehr solide und ordentliche Leistung in der Innenverteidigung ab. Nach ein paar Trainingseinheiten war das beachtlich. Leider erfüllte ansonsten nur noch Hiroki Sakai von den Feldspielern Erstligaansprüche.

Neun Torschüsse soll es angeblich von 96 gegeben haben. Angeblich auch in diesem Spiel. Sagt die offizielle Statistik. 96 hatte etwas mehr Ballbesitz (53 Prozent), verlor aber mehr Zweikämpfe (46:54 Prozent). Nur 67 Prozent der hannoverschen Pässen landeten beim Mitspieler, auch bei Mainz waren es nur 68 Prozent.



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