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96-Offensive gegen Bayern

Nur Mut!

Trainer Slomka muss den Sturm von Hannover 96 im Spiel gegen die Bayern wohl umbauen. Da Diouf gegen München wohl ausfällt, muss ein Ersatz im Sturm her. Aber wie mutig darf 96 gegen die Bayern überhaupt spielen?

veröffentlicht am 10.09.2013 um 22:15 Uhr
aktualisiert am 13.09.2013 um 00:15 Uhr

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Das Toreschießen muss er vorerst anderen überlassen. Während sich seine Mitspieler am Dienstagvormittag auf dem Trainingsplatz auf die Partie beim FC Bayern München in drei Tagen vorbereiteten, standen für Mame Diouf andere Dinge auf dem Programm: Pflege des verstauchten linken Sprunggelenks und vor allem Ruhe. An Fußball ist für den Senegalesen zumindest vorerst noch nicht zu denken. Und das wirft automatisch die Frage auf, wie der Sturm von Hannover 96 am Sonnabend aussehen wird, wenn Diouf – was zu erwarten ist – ausfällt. Oder anders formuliert: Wie mutig dürfen die „Roten“ in München überhaupt sein?

Zuletzt wählte Trainer Mirko Slomka in der Bundesliga zweimal die Variante mit zwei Angreifern. Und das mit Erfolg. Gegen Schalke 04 (2:1) und Mainz 05 (4:1) ging 96 jeweils als Sieger vom Feld, außer Diouf (zwei Treffer) und Artur Sobiech trug sich dabei auch der eingewechselte Didier Ya Konan einmal in die Torschützenliste ein. Das würde nahelegen, dass der Ivorer gegen die Bayern den Platz von Diouf an der Seite des Polen einnehmen würde. Vorausgesetzt natürlich, Slomka bleibt bei seinem System. Doch das ist zumindest fraglich.

Denn nicht genug damit, dass die Partie des 5. Spieltages statt in der heimischen AWD-Arena auswärts stattfindet, was zuletzt regelmäßig eine schlechte Nachricht für die Hannoveraner war. Es ist eben auch der deutsche Rekordmeister, der die „Roten“ empfängt. Einiges würde daher dafür sprechen, zur Ein-Stürmer-Variante zurückzukehren, die Slomka in der vergangenen Saison zumeist bevorzugte. Dann wäre der quirlige Ya Konan wohl sogar die bessere Lösung als der eher rustikale Sobiech. Dahinter könnten dann entweder Jan Schlaudraff oder auch Leonardo Bittencourt als offensive Schaltstelle das zentrale Mittelfeld stärken.

Beim Blick auf die Liste der Ausfälle, die den Bayern drohen, kann man aber auch zu einem anderen Schluss kommen. Nämlich dem, dass die Flucht nach vorne – also die Variante mit zwei Stürmern – vielleicht sogar die bessere Lösung für die „Roten“ wäre. Immerhin fallen bei den Münchenern mit Javier Martínez, Thiago und Mario Götze gleich drei Mittelfeldspieler definitiv aus. Der angeschlagene Bastian Schweinsteiger kehrte zwar am Dienstag wieder für 30 Minuten ins Mannschaftstraining zurück, sein Einsatz gegen 96 ist aber ebenso gefährdet wie der von Franck Ribéry.

Natürlich hat Bayern-Trainer Pep Guardiola selbst in dem Fall, dass alle fünf Starspieler ausfallen, noch genug erstklassige Profis zur Verfügung. Doch speziell im zentralen Mittelfeld haben sich die Reihen beim FC Bayern – nicht zuletzt nach dem Abgang von Luiz Gustavo (zum VfL Wolfsburg) – doch merklich gelichtet. Und so könnte eine offensive Ausrichtung die Bayern vielleicht sogar überraschen. Nur Mut!



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