weather-image
23°

Analyse zur 96-Niederlage

Nur bei den Toren war Hoffenheim besser

Das tat besonders weh, schließlich war es eine Niederlage bei dem Club, der vorher Schlusslicht war: 10:2 Ecken, genug Torchancen – und am Ende stand für Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga eine 0:1-Niederlage bei 1899 Hoffenheim.

veröffentlicht am 12.12.2015 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 12.12.2015 um 19:22 Uhr

Nur-bei-den-Toren-war-Hoffenheim-besser.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

96 ließ die Hoffenheimer eine halbe Stunde lang nie richtig ins Spiel kommen und besaß gute Torchancen. Doch durch ein „Tor aus heiterem Himmel“ (Hoffenheims Trainer Huub Stevens) gingen die Gastgeber in der 30. Minute durch Jonathan Schmid in Führung – und retteten diese mit Glück über die Zeit. 96-Trainer Michael Frontzeck hatte einen neuen Sturm mit Leon Andreasen und Allan Saint-Maximin aufgeboten und versuchte es später vorn mit Mevlüt Erdinc und Charlison Benschop, doch in der Offensive fehlte erneut die Durchschlagskraft.

Gleich drei hannoversche Fehler begünstigten den Torschützen Jonathan Schmidt, der eine Flanke von Pirmin Schwegler per Kopf ins Netz bugsierte. Ausgangspunkt war ein Fehlpass im Aufbauspiel von Edgar Prib. Am Strafraum verlor Miiko Albornoz die Orientierung und deckte dort, wo niemand war, statt außen die Flanke energischer zu verhindern. Letzter in der Fehlerkette war Marcelo, der erst nah bei Schmid war und dann plötzlich stehen blieb und dem Torschützen damit freies Geleit gewährte.

Hoffenheim hat seit langer Zeit keinen Rückstand mehr aufgeholt. Umso wichtiger wäre es für 96 gewesen, in Führung zu gehen. Zum Unvermögen in einigen Szenen gesellte sich in der 15. Minute großes Pech: Ceyhun Gülselam köpfte den Ball nach einer Ecke von Andreasen an die Latte, von dort sprang er an den Pfosten – und zurück ins Feld. Ein hannoversches Tor in dieser Phase gegen einen verunsicherten Gegner: Jede Wette, 96 hätte damit die Weichen auf Sieg gestellt.

Mike Steven Bähre. Klingt komisch, denn er war inklusive Nachspielzeit nur 17 Minuten auf dem Platz. Doch es war eine Premiere, denn es waren Bähres erste 17 Bundesligaminuten. Und ein Zeichen von Trainer Michael Frontzeck, es beim Rückstand auch mal mit einem jungen Mann aus dem eigenen Nachwuchs zu versuchen, statt mit Manndecker Felipe eine Verzweiflungsvariante zu wählen.

96 hatte in allen wichtigen Bereichen die Nase vorn. Die „Roten“ gaben mehr Torschüsse ab (19:14), hatten mehr Ballbesitz (56:44 Prozent), gewannen mehr Zweikämpfe (58:42 Prozent) und hatten auch die bessere Passquote (79:76 Prozent). Nur in einer Rubrik waren die Hoffenheimer besser – bei den den Toren.

„Das war ein bitterer Nachmittag für uns. Es ist ein Stück weit frustrierend. Wir hatten genügend Chancen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

„Wir haben uns schwer getan, ins Spiel zu kommen. Am Ende haben wir bei unseren Kontern den Gegner am Leben gehalten, weil wir nicht das zweite Tor gemacht haben.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?