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Nullnummer zwischen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt

Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt fehlte Hannover 96 der unbedingte Wille zum Sieg. Lediglich zwei nicht gegebene Tore sorgten für Diskussionen.

veröffentlicht am 10.03.2013 um 21:34 Uhr
aktualisiert am 13.03.2013 um 00:15 Uhr

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Wenn es das Fußballspiel passend zum Wetter gibt, dann käme die gestrige Bundesligapartie zwischen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt in die engere Wahl, nicht nur vom Ergebnis her, das mit 0:0 schon die Anmutung von Nasskälte und Schneematsch besitzt.

44 800 Zuschauer in der AWD-Arena mussten sich gestern schon warme Gedanken machen, um dem miesen Wetter zu trotzen. Die an solchen Tagen beliebte Übung „Aufwärmen durch Beifall für gelungene Aktionen“ fiel weitgehend aus – denn gute hannoversche Offensivaktionen waren diesmal Mangelware. Das ist untypisch für ein 96-Heimspiel, aber die gestrige Begegnung war halt auch kein normales Heimspiel: Diesmal fehlte den „Roten“ der unbedingte Wille zu drei Punkten, das war auch in der Schlussphase zu sehen, als die Mannschaft sich nur sehr zaghaft nach vorne wagte, statt – wie in der Vergangenheit oft – mit Unterstützung des Publikums noch einmal alles in die Waagschale zu werfen.

Für Diskussionen sorgte am Ende nur die berühmteste aller Fußballfragen: Tor oder kein Tor? In Hannover musste sie gleich zweimal gestellt werden. Das erste Mal in der 47. Minute, als Frankfurts Pirmin Schwegler einen Schuss von 96-Profi Didier Ya Konan auf der Linie klärte – so jedenfalls entschied es Schiedsrichter Bastian Dankert. Man konnte sich die Szene fünf-, sechsmal in Zeitlupe anschauen, schlauer wurde man danach nicht. 96-Trainer Mirko Slomka entschied sich für die Interpretation „wahrscheinlich nicht drin“ und wurde bestätigt von seinem Mittelfeldspieler André Hoffmann, der in „Tatortnähe“ gestanden hatte: „Der Frankfurter Spieler war hinter der Linie, der Ball nicht.“ Bemerkenswert ehrlich, Herr Hoffmann!

Der zweite Aufreger fand im hannoverschen Strafraum statt, fast direkt nach der Szene mit Ya Konan. Diesmal landete der Ball für jeden sichtbar im Tor, gezählt hat der Treffer von Alexander Meier wegen einer Abseitsstellung trotzdem nicht – nach Studium der Fernsehbilder ein Irrtum, aber einer, dem man dem Schiedsrichter und seinen Assistenten kaum ankreiden kann. Wer will mit bloßem Auge sehen und sofort entscheiden, was erst eine Zeitlupe nach dreifacher Ansicht halbwegs sicher beweist? Frankfurts Trainer Armin Veh, immer zu haben für einen guten Spruch, erklärte die Eintracht-Torflaute kurzerhand für beendet, „weil wir ein reguläres Tor erzielt haben, auch wenn das nicht im Ergebnis zum Ausdruck kommt“.

Auch die schönste Formulierung des Tages kam von Veh. „Wir waren in letzter Konsequenz nicht konsequent genug.“ Klingt etwas verdreht, stimmte aber: Vor allem in der 1. Halbzeit nutzte die Eintracht die übliche 96-Zurückhaltung zu Beginn einer Partie zu einer Überlegenheit, aus der sie aber nichts machte.

96 kam gut aus der Pause, mit einem Schuss von Diouf (46. Minute) und der Aktion von Ya Konan, danach ließ die Mannschaft wieder nach.Trainer Slomka machte das Beste aus einer schlechten Partie. Er sah das Positive. „Unsere Siegesserie zu Hause ist zu Ende. Jetzt muss nächste Woche in Mönchengladbach unsere Auswärtsserie zu Ende gehen.“ Ein 96-Auswärtsspiel war diese Saison meist gleichbedeutend mit einem Misserfolg. Zeit, dass sich auch in dieser Hinsicht was dreht.



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