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Bilanz nach Auswärtspleite in Mainz

„Noch stecken wir nicht ganz in dem Schlamassel“

Das 0:2 in Mainz ist die zehnte Niederlage der „Roten“ in dieser Saison. Mannschaft, Trainer und Sportdirektor sind frustriert, aber nicht demotiviert.

veröffentlicht am 15.02.2014 um 11:23 Uhr
aktualisiert am 18.02.2014 um 00:15 Uhr

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Der Chef gab sich ungewohnt einsilbig, dem Trainer und dem Sportdirektor war bei der Suche nach Erklärungen die Mühe anzumerken, dafür die Gründe zu finden. Bei Hannover 96 herrscht nach der 0:2-Niederlage bei Mainz 05 Rede- und Klärungsbedarf. Dass sich Martin Kind, der beim Fußball-Bundesligisten das Sagen hat, am heutigen Sonnabend mit Manager Dirk Dufner austauschen will, verheißt auf den ersten Blick nichts Gutes. Denn der Boss der „Roten“ war nicht gerade bester Laune, als er am späten Freitagabend das Mainzer Stadion verließ, wo die Mannschaft aus Hannover nach den Toren von Yunus Malli (51. Minute) und Eric Maxim Choupo-Moting in der Nachspielzeit zum zweiten Mal in Folge auswärts verloren hatte. Und das wieder zu null. „Die Erwartung war schon, dass wir ein Unentschieden erreichen können“, sagte Kind.

Unentschieden steht es sozusagen nach vier Spielen unter dem neuen Coach Tayfun Korkut. Den Siegen gegen Wolfsburg und Mönchengladbach, die beide nicht zu erwarten waren, folgten Nullnummern „auf Schalke“ und jetzt in Mainz. Macht sechs Punkte unterm Strich - von zwölf möglichen, keine so schlechte Zwischenbilanz. Doch das anfängliche Polster, das sich die „Roten“ geschaffen hatten, schmilzt dahin. „Noch stecken wir nicht ganz in dem Schlamassel“, sagte Dufner mit Blick auf die untere Tabellenregion. „Aber wir müssen aufpassen, dass wir da nicht reinkommen.“

Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Die übermächtigen Bayern sind im Anmarsch auf Hannover, danach geht es zu den unberechenbaren Augsburgern, es folgen Spiele gegen Leverkusen, Hertha BSC Berlin und Dortmund. „Wir haben sehr schwere Gegner vor der Brust“, sagte Trainer Korkut. „Und wir müssen dann auch Punkte einfahren.“

Wie das gelingen soll, ist seit Mainz nun wieder ein spannende Frage. Da hatte 96 in der 1. Halbzeit Spiel und Gegner weitestgehend im Griff und am Ende mit 61 Prozent Ballbesitz eine für hannoversche Verhältnisse sensationelle Quote. Doch den Aktionen fehlte letztlich das Entscheidende: Chancen, bei denen etwas herauskommt. „Wir haben deutlich zu wenig Torgefahr entwickelt“, bemängelte Dufner, der von „schlechten Flanken und schlechten Standards“ sprach. Korkut räumte ein, dass seine Mannschaft nach dem ersten Gegentor, wie das zweite nach einem Konter erzielt, den Faden verloren habe. Dass 96 in der Nachspielzeit eine Doppelchance zum Ausgleich nicht nutzen konnte und dann selbst den entscheidenden Treffer kassierte, passte ins Bild dieses Abends.

Und nun? Dufner sagt, 96 sei „vom Programm her in einer schwierigen Situation“. Er sagt aber auch: „Wir haben keine Krise. Wir müssen beharrlich weiterarbeiten und uns jetzt nicht infrage stellen.“ Irgendwann müssten doch auch mal die schier unbezwingbaren Bayern mal einen schlechten Tag haben.



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