weather-image
19°

96-Startelf

Noch ein gebrauchter Tag für Sakai

Der Japaner Hiroki Sakai tut sich schwer in der Fußball-Bundesliga. Das war im Spiel von Hannover 96 geegn den SC Freiburg erneut zu sehen. Der Rechtsverteidiger bekam seine Seite nicht in den Griff und wurde nach einer guten Stunde ausgewechselt. Die Mannschaft schenkt dem 22-Jährigen weiter Vertrauen.

veröffentlicht am 18.11.2012 um 20:38 Uhr
aktualisiert am 21.11.2012 um 06:15 Uhr

Noch-ein-gebrauchter-Tag-fuer-Sakai.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Diesen Moment muss er wie eine Erlösung empfunden haben, auch wenn sich kein Fußballspieler danach sehnt. Es lief die 62. Spielminute, als der Arbeitstag für Hiroki Sakai gelaufen war. Vom Spielfeldrand wurde dem Japaner seine Auswechslung signalisiert, und es war auch höchste Zeit dafür. Nicht nur, weil Hannover 96 mit 1:2 zurücklag und mit einem weiteren Stürmer (Didier Ya Konan) anstelle des 22 Jahre alten Verteidigers das Blatt noch gewendet werden sollte. Sakai hatte gegen den SC Freiburg einen derart schwachen Eindruck hinterlassen, dass man mit ihm schon Mitleid haben musste. Mitspieler Christian Schulz drückte es noch gnädig aus: „Heute war nicht ganz sein Tag“, sagte er. „Aber das passiert jedem Fußballer mal, dass er mit dem falschen Bein aufgestanden ist. Wir glauben weiter an ihn.“

Im Fall von Hiroki Sakai gilt es, sich an Folgendes zu erinnern: Da kommt ein junger, hungriger Nationalspieler zu einem ambitionierten Bundesligisten nach Hannover, wo er einige Anlaufschwierigkeiten und mit Steven Cherundolo einen altgedienten Profi vor der Nase hat. Dann gehört er am Sonnabend für den Amerikaner, dem eine Halswirbelstauchung zu schaffen macht, plötzlich zum zweiten Mal überhaupt zur Startformation - und erneut geht der Schuss nach hinten los. Wie schon im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach: Da war Sakai erstmals von Anfang an als Rechtsverteidiger aufgeboten worden, auch da wurde er in der 2. Halbzeit ausgewechselt. Was aber mehr ins Gewicht fiel: In beiden Spielen ging 96 als Verlierer vom Platz, und beim Drunter und Drüber, das es auch schon vor drei Wochen im 96-Team zu beobachten gab, machte der Japaner wieder eine besonders schlechte Figur.

Irgendwie schien es ihm gegen ein starkes Freiburger Team mit einem gut aufgelegten Daniel Caligiuri als Gegenspieler an allem zu fehlen: an Selbstvertrauen ebenso wie an umsichtigem Stellungsspiel und am generellen Verständnis mit den anderen im 96-Team. Dass die Freiburger über ihre linke Angriffsseite eine gefährliche Situation nach der anderen heraufbeschworen, war die logische Folge. „Wenn man wenige Spiele macht“, sagte Mario Eggimann, „dann braucht man Zeit, um reinzukommen. „Hiroki sollte man keinen Vorwurf machen.“

Unter der Woche hatte Sakai mit Japan beim Sieg gegen den Oman einen großen Schritt Richtung WM 2014 gemacht und dabei eine ordentliche Partie abgeliefert. Die Bundesliga ist für ihn hingegen eine Herausforderung, mit der er noch klarkommen muss. Trainer Mirko Slomka sprach am Sonnabend davon, Sakai habe seine Aufgabe gegen Freiburg anfangs noch ganz ordentlich erledigt. Ein starker Caligiuri habe dem Abwehrspieler das Leben dann aber schwer gemacht. Für Jörg Schmadtke, der dem Abwehrspieler den Wechsel nach Deutschland schmackhaft gemacht hatte, ist der Ansatz umfassender. „Wenn die Mannschaft insgesamt besser spielt“, sagte der Sportdirektor, „dann wird es auch für Sakai einfacher.“

Der Spielplan der nächsten Wochen bietet dafür ausreichend Gelegenheiten. Man sollte allerdings nicht abergläubisch sein.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt