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Leon Andreasen im HAZ-Interview

„Nicht Pfosten rein, sondern Pfosten raus“

96-Mittelfeldspieler Leon Andreasen spricht im HAZ-Interview über das sportliche Tief bei den „Roten“ und die Hoffnung auf schnelle Besserung.

veröffentlicht am 28.11.2013 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 01.12.2013 um 00:16 Uhr

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Das haben wir erledigt. Da ist alles Mögliche drin – Süßigkeiten und auch Spielzeug. Auch wenn er das alles mit zweieinhalb Jahren noch nicht so richtig versteht: Er wird sich freuen.

Es wäre schön für alle, endlich mal wieder einen Sieg einzufahren. Dafür arbeiten wir im Vorfeld auch hart.

So ist Fußball, das ist nun mal das Geschäft. Die Fans reisen durch ganz Deutschland, um uns zu unterstützen. Dann dürfen sie es auch mit kritischen Augen sehen, wenn wir erneut nicht erfolgreich sind.

Wir befinden uns in einer schwierigen Phase. Es läuft einfach nicht. Da müssen wir gemeinsam rauskommen.

Es liegt an vielen kleinen Dingen. Zu Saisonbeginn sind uns auch individuelle Fehler unterlaufen, sie sind aber nicht in dem Maße bestraft worden. Jetzt führt das zu Gegentoren. In meiner Heimat Dänemark gibt es unter Fußballern ein Sprichwort: „Es ist nicht Pfosten rein, sondern Pfosten raus.“ Das beschreibt unsere schwierige Situation sehr treffend.

Am Anfang der Saison, als wir in der Spur waren, haben uns viele schon hochgejubelt. Ein Erfolgserlebnis in Form eines Sieges könnte jetzt viel bewirken. Damit würde auch das Selbstvertrauen zurückkommen, das uns damals stark gemacht hat.

Das habe ich so nicht gesagt. Ich meinte das bezogen auf das Umfeld, da merkt man nach einer erfolglosen Serie schon den Druck. Damit muss man umgehen können – um es dann auf dem Platz besser zu machen.

Dass die Stimmung nicht besser wird, wenn man siebenmal nacheinander nicht gewonnen hat, ist doch sonnenklar. Da herrscht eine gewisse Angespanntheit. Wir gehen untereinander aber weiter gut miteinander um. In unserer Mannschaft ist niemand außen vor. Wichtig ist, dass jene Spieler, die Führungsqualitäten haben, nach vorne gehen und zeigen, was wir momentan dringend brauchen. Das sind Leidenschaft und Kampfbereitschaft.

Ich war mit mir nicht zufrieden, das steht fest. Wir müssen uns auf dem Platz zeigen. Da nehme ich mich nicht aus. Und wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis.

Es ist doch ganz einfach: Wir müssen uns auf die vier Spiele konzentrieren, die vor der Winterpause noch anstehen – und dabei noch möglichst viele Punkte holen.

Wir sollten uns besser Spiel für Spiel vornehmen und das Beste daraus machen.

Mein Berater wird demnächst mit dem Klub reden. Mehr weiß ich nicht, und mehr will ich auch nicht wissen. Ich freue mich darüber, dass ich nach den vielen Verletzungen wieder fit bin und keine Beschwerden mehr habe.

Er hat es schwer, nach dem vielen Hin und Her einen Platz in der Mannschaft zu finden. Auf seiner Position (defensives Mittelfeld – d. Red.) hat er vier Spieler vor sich. Aber er beißt sich durch und arbeitet täglich hart, um seine bestmögliche Verfassung zu erreichen.

Manuel ist auf einem sehr guten Weg. Er hat super trainiert, deshalb hat er auch in Hamburg gespielt.

Mit der Mannschaft und den Fans gemeinsam unseren Sieg feiern. Dazu aber müssen wir uns vorher auf uns konzentrieren. Jeder muss sich sagen: Wir können es. Und so müssen wir dann auch auftreten.



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