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Hannover 96 vor dem Abstiegsduell

Neue Chance für Schlaudraff

Wegen der Sperren für Bittencourt und Prib muss 96-Trainer Tayfun Korkut seine Elf gegen Stuttgart umbauen.

veröffentlicht am 23.04.2014 um 22:14 Uhr
aktualisiert am 26.04.2014 um 00:20 Uhr

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Freitag ist für Tayfun Korkut ein extrem wichtiger Tag. Dem gilt derzeit die ganze Aufmerksamkeit des Trainers von Hannover 96. Der Deutschtürke ist fokussiert auf die Partie gegen den VfB Stuttgart (Anpfiff in der HDI-Arena ist um 20.30 Uhr). „Der Freitag muss erledigt werden“, sagt der Trainer der „Roten“, „da müssen wir alles klarmachen.“ Alles klarmachen für den Klassenerhalt, der für die meisten ohnehin beschlossene Sache ist. „Erst wenn auch rechnerisch nichts mehr passieren kann, wenn also alles erledigt ist“, sagt Korkut, „dann planen wir die Zukunft.“

Der 96-Coach muss am Freitag gegen die Schwaben allerdings seine Erfolgself umbauen, die durch zwei Siege gegen den Hamburger SV und bei Eintracht Frankfurt die größte Abstiegsangst vertrieben hat. Und das liegt nicht an den angeschlagenen Spielern. Linksverteidiger Christian Pander, der wegen Adduktorenproblemen am Dienstag beim Training pausiert hat, meldete sich gestern zurück. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Korkut.

Auch Rechtsverteidiger Hiroki Sakai, der am Dienstag ebenfalls nicht mitmachte, die gestrige Einheit nach etwa zwei Dritteln der Zeit abbrach und mit einem bandagierten Knie gen Kabine humpelte, ist gegen den VfB dabei. „Kein Problem“, sagte der Japaner. Sein Trainer gab ebenfalls Entwarnung. „Hiroki bräuchte seit einigen Wochen eine Pause“, sagte Korkut, „und zwar mehr als nur ein paar Tage.“ Sakai hat Probleme an der Patellasehne im Knie. Da die medizinische Abteilung der „Roten“ aber in der Verletzung kein Risiko sieht, bekommt der 24-Jährige nur bedingt Pausen.

Mit beiden Verteidigern kann Korkut also gegen den VfB planen. Nicht aber mit Außenbahnspieler Leonardo Bittencourt. Der 20-Jährige hatte in Frankfurt seine fünfte Gelbe Karte gesehen und ist gegen Stuttgart gesperrt. Das Problem ist, dass Edgar Prib, der auch immer wieder auf dieser Position zum Einsatz kommt, dasselbe Missgeschick unterlief.

Korkut, der sein System nach eigener Aussage auf keinem Fall verändern will, ist also zum Handeln gezwungen. Erste Wahl ist plötzlich Jan Schlaudraff. Und diese Personalie hat es in sich. Der 30-Jährige ist im Laufe der Saison aufgrund mangelnder Leistungen nur noch selten zum Einsatz gekommen. In den Boulevardmedien ist sogar bereits über eine Auflösung seines bis zum 30. Juni 2015 laufenden Vertrages spekuliert worden, zumal Schlaudraff zu den Großverdienern im 96-Aufgebot zählt.

Freitagabend kann der ehemalige Nationalspieler zeigen, dass noch viel mehr in ihm steckt. Und ein großer Auftritt Schlaudraffs könnte wesentlich dazu beitragen, dass 96 im Abstiegskampf alles klarmacht und sein Trainer in Ruhe die Zukunft planen kann.

Fußball: Der Einspruch der „Roten“ hat sich gelohnt. Hannover 96 kann im letzten Saisonspiel am 10. Mai gegen den SC Freiburg auf Abwehrspieler Andre Hoffmann setzen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes reduzierte die Sperre des Verteidigers nach einer mündlichen Verhandlung um ein Spiel auf vier Partien. Nach einer Tätlichkeit im Derby bei Eintracht Braunschweig (0:3) war der 21-Jährige für fünf Spiele gesperrt worden.

„Der Braunschweiger Gegenspieler Mirko Boland hat ausgesagt, dass der Tritt von Andre Hoffmann nicht besonders kräftig gewesen sei. Außerdem ist Herr Hoffmann in seiner Karriere bislang sportgerichtlich noch nie in Erscheinung getreten. Daher war es angemessen, die Sperre um ein Spiel zu reduzieren“, begründete Hans E. Lorenz, Vorsitzender des Sportgerichts, die Entscheidung. Hoffmann hat schon die Partien gegen den Hamburger SV und Eintracht Frankfurt verpasst, auch gegen den VfB Stuttgart und danach beim 1. FC Nürnberg wird er fehlen.



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